Acad Write | Ghostwriterblog

 

Eine denkwürdige wissenschaftliche Veröffentlichung

24.05.2013

Ergänzend zum vorherigen Blogeintrag scheint ein Hinweis auf eine Veröffentlichung der Bundesumweltamtes angebracht, weil diese mehr als bemerkenswert ist. Es mag ja noch angehen, dass das Amt klar Position bezieht und sich zu tun genötigt fühlt, was eigentlich seine Sache nicht ist: In einer aktuellen wissenschaftlichen Diskussion die Guten und die Bösen zu benennen. An sich enthält die Veröffentlichung wenig Weltbewegendes, es werden auf mehr als 100 Seiten mehr oder minder bekannte Argumente zum Klimawandel aufgeführt. Soweit wirkt das Ganze noch gut recherchiert und beschreibt zutreffend, wie die gegenwärtige Mehrheitsmeinung der Wissenschaft aussieht. Dem meisten davon kann man zustimmen. Wirklich bedenklich w...

Wissenschaft im Medienzeitalter

20.05.2013

Zahlreiche mehr oder weniger wissenschaftliche Studien, die zu nicht mehr als einer griffigen Zeitungsüberschrift taugten, waren auch hier schon Thema. Der wirtschaftliche Druck, mit den eigenen Forschungsergebnissen eine möglichst große mediale Resonanz zu erzielen, hat längst auch die nahezu ausschließlich öffentlich finanzierte Klimaforschung erreicht. Selbst wer dem Treiben der Damen und Herren Klimaforscher eher wohlwollend gegenübersteht, schaut ein wenig ungläubig auf das, was diese sich nun haben einfallen lassen: Sie möchten naturwissenschaftliche Fragen per Mehrheitsbeschluss beantworten. Das ist nicht nur ziemlich albern, es ist zugleich eine unfreiwillige Satire auf die Wissenschaft im Medien- und Internetzeitalter. Die Ausgangslage ...

Doktor Vattenfall - die unendliche Geschichte

17.05.2013

Die Doktorarbeit, die der Vattenfall-Manager Detlef Dähnert 1999 an der Uni Cottbus einreichte, sorgt bis heute für Streit. Die TAZ hat diese gesamte Geschichte aufmerksam verfolgt und dokumentiert. Worum geht es? Dähnert war bei Vattenfall mit der Erschließung von Braunkohlevorkommen in der Lausitz befasst. Solche Tagebauprojekte nehmen üblicherweise gewaltige Ausmaße an und schließen auch die Umsiedlung kompletter Ortschaften mit ein. Dähnert hat über diesen Teil des Projekts promoviert, also über die Einbindung der Bevölkerung in derartige Projekte. Gegen seine Dissertation wurden mittlerweile zahlreiche Einwände erhoben. Kritik an der Dissertation Der erste erhobene Vorwurf lautete, dass die Dissertation eigentlich überhaupt keine wissenschaftliche Arbeit sei, sondern im Wesentlic...

Bildung made in Germany

14.05.2013

Es stehen eine Bundestagswahl und einige Landtagswahlen an, folglich besteht kein Mangel an Ankündigungen neuer Bildungsoffensiven, Bildungspakte, Bildungsreformen und was immer sich Marketingstrategen sonst noch an Begriffen einfallen lassen, die irgendwie nach Bildung klingen. Die Wahrheit verbirgt sich, wie nur allzu oft, in irgendwelchen Statistiken oder Meldungen, die irgendwo im hinteren Teil der Zeitungen verbuddelt sind. Dieses Mal sind es die Arbeitslosenzahlen der Lehrer, die in jedem Jahr pünktlich zu den Sommerferien sprunghaft ansteigen, um nach den Ferien wieder zu sinken. Viele Länder schicken ihre nicht verbeamteten Lehrer in den Sommerferien zum Jobcenter, um dort Hartz IV zu beantragen. Im Jahr 2012 waren in dem Sommerferien bundesweit 5400 Lehrer zusätzlich arbeitslos gemeldet. Kein neues Phänomen ...

Von der Wiege bis zu Bachelorarbeit...

11.05.2013

...oder sogar noch länger! So verstehen heute viele Eltern ihren Erziehungsauftrag, was die Universitäten vor gewisse Probleme stellt. Spätestens dann, wenn nach der verpatzen Klausur des lieben Sprösslings Mama oder Papa im Dekanat anrufen, um sich nach dem Elternsprechtag zu erkundigen. Ich hatte ja schon immer geahnt, dass die Generation Unselbständig den Alltag an den Universitäten deutlich verändern wird. Was allerdings das Hochschulmagazin Duz jetzt berichtet, übertrifft noch die schlimmsten Erwartungen. Eltern, die nach der Klausur im Dekanat anrufen, sind tatsächlich längst alltäglich. Und es gibt auch schlimmere Varianten - beispielsweise solche Eltern, die Passwörter der Töchter und Söhne knacken, um sich selbst über die Fortschritte der längs nicht mehr ganz so kleinen ...