Herrscht allgemeine Verunsicherung?
23.08.2011
Prof. Uwe Kamenz hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Insgesamt 1000 Doktorarbeiten will der Fachhochschulprofessor aus Münster auf etwaige Plagiate überprüfen. Ihm geht es hauptsächlich um Politiker mit Doktortitel, die er aus diesem Grund anschreibt und um Exemplare ihrer Dissertationen bittet. Diese erweisen sich jedoch als wenig kooperativ. Von den angeschriebenen 461 Politikern haben nur 70 überhaupt geantwortet. Die meisten Antworten waren wenig hilfreich, lediglich 5 Politiker haben dem Münsteraner Professor ein Exemplar ihrer Doktorarbeit geschickt (Stand: 08.08.2011). Offenbar hat die Aberkennung mehrerer Doktortitel aufgrund schwerer formaler Mängel doch für erhebliche Verunsicherung gesorgt.
Der selbst ernannte Plagiatsjäger sieht sich derweil selbst Plagiatsvorwürfen ausgesetzt: Die auf seiner Homepage zu bestaunenden Funde sind nicht wirklich neu, sondern waren meist auf VroniPlag schon zuvor veröffentlicht worden. Auch seine Behauptung, VroniPlag könne Dissertationen nur untersuchen, wenn sie bereits in elektronischcer Form verfügbar seien, ist unzutreffend. Die Dissertation nur in Papierform zu veröffentlichen, bietet keinen Schutz vor den Plagiatsjägern im Internet, da sie die gedruckten Texte selbst digitalisieren. Das haben die Rechercheure von VroniPlag schon mehrfach praktiziert. Bei ACAD WRITE haben wir bessere Ideen, um Plagiate auszuschließen!
Quellennachweis:
www.ad-hoc-news.de/post-vom-plagiatsjaeger--/de/News/22340191
