Zitierstile – Welche gibt es und wie werden sie angewendet?

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Es ist das WIE, das das WAS veredelt.
Sabine Hübner

Im Laufe Ihres Studiums werden von Ihnen verschiedene Leistungen erwartet, so auch das Schreiben von Haus-, Bachelor-, Master-, Diplom- oder auch Promotionsarbeiten. Dabei ist es wichtig, verschiedene Kriterien zu beachten. Unter die formalen Vorgaben fällt unter anderem die Zitierweise. Welcher Zitierstil für Ihre Arbeit angewendet werden soll, können Sie in der Regel aus den Vorgaben Ihrer Hochschule entnehmen. Doch wie werden die einzelnen Zitierstile angewendet und was sind ihre Besonderheiten?

Wo wird die Quelle angegeben?

Wenn Sie in Ihrer Arbeit ein direktes oder indirektes Zitat verwenden, müssen Sie dieses kenntlich machen, um ein Plagiat zu vermeiden. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, um ein Zitat als solches kenntlich zu machen:

  • als Angabe im Text
  • als Fuss- bzw. Endnote

Info: Fussnoten sind am Ende der jeweiligen Seite, Endnoten sind ganz am Ende des Dokuments, also da, wo z. B. das Literaturverzeichnis steht. Im deutschsprachigen Raum werden Endnoten normalerweise nicht verwendet, sondern es erfolgt die Angabe der Quelle in Fussnoten. Dabei kann diese als Vollbeleg oder als Kurzbeleg vorliegen.

Bei der Zitation im Text unterscheidet man die Nennung der Autor:innen und des Datums beziehungsweise der Seitenzahl oder die Angabe einer Nummer. Mehrere Autor:innen werden in der Regel mit einem Semikolon getrennt. Die Sortierung erfolgt entweder alphabetisch oder nach dem Jahr.

Der passende Zitierstil für Ihre Fachrichtung

In vielen Fachbereichen hat sich die Verwendung bestimmter Zitierstile etabliert, wobei in manchen wissenschaftlichen Feldern auch mehrere Zitierstile zu finden sind. Sollten keine Vorgaben vonseiten Ihrer Universität bezüglich der Zitierweise vorliegen, können Sie sich an dem üblichen Stil für Ihr Fachgebiet orientieren. Eine Möglichkeit besteht auch darin, dass Sie sich Arbeiten anderer Student:innen ansehen und schauen, welchen Zitierstil diese verwendet haben. Die folgende Tabelle gibt eine kurze Übersicht über die Zitation in den einzelnen Fachbereichen:

Die häufigsten Zitierstile näher erläutert

Nachfolgend werden einige Zitierstile vorgestellt. Generell gilt jedoch, dass Sie sich zuallererst an die Vorgaben Ihrer Universität halten, selbst wenn diese von denen der einzelnen Zitierstile abweichen. Beachten Sie, dass oft unterschiedliche Arten von Quellen verschieden dargestellt werden. Zur Veranschaulichung werden als Beispiele jeweils Bücher und Zeitschriften aufgeführt, da diese beiden Quellenarten am häufigsten in wissenschaftlichen Arbeiten zitiert werden.

1. APA

Die Zitation nach APA gehört zu den am häufigsten genutzten Zitierstilen und stammt von der American Psychological Association. Diese hat ein über 400 Seiten umfassendes Regelwerk für Publikationen herausgebracht, das aktuell (Stand 20.02.2022) in der 7. Auflage vorliegt. Bei APA wird der Quellenbeleg im Text unter Verwendung von Autor:in und Datum angegeben.

Angabe im Text:

Direktes Zitat:

(Moosbrugger & Kelava, 2012, S. 25)

Indirektes Zitat:

(Moosbrugger & Kelava, 2012)

Angabe im Literaturverzeichnis:

Buch:
Moosbrugger, H., & Kelava, A. (2012). Testtheorie und Fragebogenkonstruktion (2. Aufl.). Springer.

Zeitschrift:
Duarte, J. (2014). Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 17(3), 573–581. https://doi.org/10.1007/s11618-014-0566-6
Zitieren nach APA im Detail


 

2. Harvard

Neben APA ist die Zitation nach Harvard ebenfalls sehr beliebt. Dieser Zitierstil wurde von der Universität Harvard entwickelt. Hierzu gibt es kein Regelwerk, das die Zitierweise explizit darstellt. Die Angabe der Quelle erfolgt ebenfalls im Text durch die Nennung von Autor:in und Datum. Wenn dieselbe Quelle mehr als einmal direkt hintereinander verwendet wird, kann auch ein „ebd.“ für „ebenda“ verwendet werden. Vor indirekte Zitate wird ein „vgl.“ für „vergleiche“ gesetzt.

Angabe im Text:

Direktes Zitat:

(Moosbrugger/Kelava 2012, S. 25)

(Moosbrugger/Kelava 2012: 25)

(ebd.: 25)

Indirektes Zitat:

(vgl. Moosbrugger/Kelava 2012)

(vgl. ebd.)

Angabe im Literaturverzeichnis:

Buch:
Moosbrugger, Helfried/Kelava, Augustin (2012): Testtheorie und Fragebogenkonstruktion, 2. Aufl., Berlin, Heidelberg: Springer.

Zeitschrift:
Duarte, Joana (2014): Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit, in: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 17(3), S. 573–581.
Harvard Zitation im Detail


 

3. Chicago

Für die Zitation nach Chicago gibt es zwei Varianten, die in einem Ratgeber der University of Chicago festgelegt sind. Dieses Werk liegt aktuell (Stand 20.02.2022) in der 17. Auflage vor. Zum einen ist es hier möglich, die Quelle als Fussnote anzugeben, zum anderen kann sie als In-Text-Zitation mit der Nennung von Autor:in und Datum dokumentiert werden.

Chicago Variante 1: Fussnote

Bei der ersten Nennung wird hier die vollständige Quelle angegeben, ab der zweiten Nennung erfolgt eine verkürzte Angabe unter Verwendung eines Kurztitels.

Angabe in der Fussnote:

Direktes Zitat:

1 Helfried Moosbrugger und Augustin Kelava, Testtheorie und
Fragebogenkonstruktion
(Berlin, Heidelberg: Springer, 2012,

2. Aufl.), 32.

2 Moosbrugger und Kelava, Testtheorie, 32.

3 Ebd., 32.

Indirektes Zitat:

1 Vgl. Helfried Moosbrugger und Augustin Kelava, Testtheorie und
Fragebogenkonstruktion
(Berlin, Heidelberg: Springer, 2012,

2. Aufl.), 32.

2 Vgl. Moosbrugger und Kelava, Testtheorie, 32.

3 Vgl. ebd., 32.

Chicago Variante 2: In-Text-Zitation

Angabe im Text:

Direktes Zitat:

(Moosbrugger und Kelava 2012, 25)

Indirektes Zitat:

(vgl. Moosbrugger und Kelava 2012, 25)

Angabe im Literaturverzeichnis (gilt für Chicago Variante 1):

Buch:
Moosbrugger, Helfried und Augustin Kelava. Testtheorie und Fragebogenkonstruktion, 2. Aufl. Berlin, Heidelberg: Springer, 2012.

Zeitschrift:
Duarte, Joana „Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit“, Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 17 (2014): 573–581. https://doi.org/10.1007/s11618-014-0566-6.

Angabe im Literaturverzeichnis (gilt für Chicago Variante 2):

Buch:
Moosbrugger, Helfried und Augustin Kelava. 2012. Testtheorie und Fragebogenkonstruktion, 2. Aufl. Berlin, Heidelberg: Springer.

Zeitschrift:
Duarte, Joana. 2014. „Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit“, Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 17: 573–581. https://doi.org/10.1007/s11618-014-0566-6.

Zitierstile nach Fachgebiet

Fachgebiet Zitierstil
Elektrotechnik und Informatik IEEE
Geisteswissenschaften Chicago, Deutsche Zitierweise, MLA, Turabian
Medizin Vancouver, AMA, NLM
Naturwissenschaften ACS
Politikwissenschaften APSA
Rechtswissenschaften OSCOLA
Sozialwissenschaften APA, AAA, Turabian
Wirtschaftswissenschaften Harvard

4. Deutsche Zitierweise

Bei der deutschen Zitierweise erfolgt der Quellenbeleg als Fussnote. Dabei gibt es Vollbelege und Kurzbelege. Bei der ersten Nennung im Text wird die Quelle in der Fussnote als Vollbeleg angegeben, alle weiteren Erwähnungen erfolgen als Kurzbeleg. Im Text selbst findet sich nur die der Fussnote entsprechende hochgestellte Zahl. Bitte beachten Sie, dass Fussnoten immer mit Grossschreibung beginnen und einem Punkt abgeschlossen werden.

Angabe in der Fussnote:

Direktes Zitat:

1 Moosbrugger, Helfried/Kelava, Augustin: Testtheorie und
Fragebogenkonstruktion, 2. Aufl., Berlin, Heidelberg: Springer 2012:
S. 32.

2 Moosbrugger/Kelava 2012: S. 32.

3 Ebd.: S. 32.

Indirektes Zitat:

1 Vgl. Moosbrugger/Helfried & Kelava, Augustin: Testtheorie und
Fragebogenkonstruktion, 2. Aufl., Berlin, Heidelberg: Springer 2012:
S. 32.

2 Vgl. Moosbrugger/Kelava 2012: S. 32.

3 Vgl. ebd.: S. 44.

Angabe im Literaturverzeichnis:

Buch:
Moosbrugger, Helfried/Kelava, Augustin: Testtheorie und Fragebogenkonstruktion, 2. Aufl., Berlin, Heidelberg: Springer 2012.

Zeitschrift:
Duarte, Joana: Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit, in: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 17(2014), S. 573–581.


 

5. Vancouver

Die Zitierweise nach Vancouver wurde durch das International Committee of Medical Journal Editors herausgebracht und unterscheidet sich völlig von den bisher vorgestellten Zitierweisen. Im Text findet sich lediglich eine Zahl. Die Angabe der Literatur erfolgt im Literaturverzeichnis. Beachten Sie dabei, dass Sie für die gleiche Quelle immer dieselbe Nummer verwenden. Bei Angabe mehrerer Quellen hintereinander werden diese mit einem Komma voneinander getrennt.

Angabe im Text:

Direktes Zitat: (1)

Indirektes Zitat: (1,13)

Angabe im Literaturverzeichnis:

Buch:
1. Moosbrugger H, Kelava A. Testtheorie und Fragebogenkonstruktion. 2. Aufl. Berlin, Heidelberg: Springer; 2012.

Zeitschrift:
13. Duarte J. Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit. ZfE. 2014;17(3):573–81.


 

6. IEEE

Das Institute of Electrical and Electronics Engineers hat diesen Zitierstil geprägt. Wie beim Zitierstil nach Vancouver handelt es sich hierbei um eine numerische Zitationsweise, die in einem Referenzhandbuch nachgeschlagen werden kann.

Angabe im Text:

Direktes Zitat: [1]

Indirektes Zitat: [1], [13]

Angabe im Literaturverzeichnis:

Buch:
1. H. Moosbrugger und A. Kelava, Testtheorie und Fragebogenkonstruktion, 2. Aufl. Berlin, Heidelberg, Deutschland: Springer, 2012.

Zeitschrift:
13. J. Duarte, „Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit“, ZfE, vol. 17, no. 3, pp. 573–581, 2014, https://doi.org/10.1007/s11618-014-0566-6.


 

7. Turabian

Ähnlich der Zitierweise nach Chicago erfolgt die Zitation nach Turabian. Sie wird ebenfalls von der University of Chicago herausgegeben und liegt aktuell (Stand 20.02.2022) in der 9. Auflage vor.

Turabian Variante 1: Fussnote

Angabe in der Fussnote:

Direktes Zitat:

1 Helfried Moosbrugger und Augustin Kelava, Testtheorie und
Fragebogenkonstruktion
(Berlin, Heidelberg: Springer, 2012,

2. Aufl.), 32.

2 Moosbrugger und Kelava, Testtheorie, 32.

3 Ebd., 32.

Indirektes Zitat:

1 Vgl. Helfried Moosbrugger und Augustin Kelava, Testtheorie und
Fragebogenkonstruktion
(Berlin, Heidelberg: Springer, 2012,

2. Aufl.), 32.

2 Vgl. Moosbrugger und Kelava, Testtheorie, 32.

3 Vgl. ebd., 32.

Turabian Variante 2: In-Text-Zitation

Angabe im Text:

Direktes Zitat:

(Moosbrugger und Kelava 2012, 25)

Indirektes Zitat:

(vgl. Moosbrugger und Kelava 2012, 25)

Angabe im Literaturverzeichnis (gilt für Turabian Variante 1 und 2):

Buch:
Moosbrugger, Helfried und Augustin Kelava. Testtheorie und Fragebogenkonstruktion, 2. Aufl. Berlin, Heidelberg: Springer, 2012.

Zeitschrift:
Joana Duarte, „Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit“, Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 17 (2014): 573–581. https://doi.org/10.1007/s11618-014-0566-6.


 

8. MLA

Für die Zitation nach MLA zeichnet die Modern Language Association verantwortlich. Das Regelwerk liegt aktuell (Stand 20.02.2022) in der 9. Fassung vor. Es handelt sich bei dieser Zitiertechnik um eine In-Text-Zitation mit Autor:in und Seite.

Angabe im Text:

Direktes Zitat:

(Moosbrugger und Kelava 25)

Indirektes Zitat:

Angabe wie beim direkten Zitat

Angabe im Literaturverzeichnis:

Buch:
Moosbrugger, Helfried und Augustin Kelava. Testtheorie und Fragebogenkonstruktion. 2. Aufl. Berlin, Heidelberg: Springer, 2012.

Zeitschrift:
Duarte, Joana. „Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit“. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 2014, 17(3): 573–581.


Übersicht Zitierweise

9. AAA

Von der American Anthropological Association kommt ein Zitierstil, der an denjenigen von Chicago angelehnt ist. Hier erfolgt die Angabe jedoch lediglich als In-Text-Zitation.

Angabe im Text:

Direktes Zitat:

(Moosbrugger und Kelava 2012, 25)

Indirektes Zitat:

Angabe wie beim direkten Zitat

Angabe im Literaturverzeichnis:

Buch:
Moosbrugger, Helfried und Augustin Kelava. 2012. Testtheorie und Fragebogenkonstruktion. 2. Aufl. Berlin, Heidelberg: Springer.

Zeitschrift:
Duarte, Joana. 2014. „Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit“. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 17 (3): 573–81.


 

10. AMA

Eine ebenfalls numerische Zitierweise ist die nach AMA, welche aktuell (Stand 20.02.2022) in der 11. Auflage vorliegt. Allerdings wird hier die Nummerierung im Text hochgestellt.

Angabe im Text:

Direktes Zitat: 1(p25)

Indirektes Zitat: 1,13

Angabe im Literaturverzeichnis:

Buch:
1. Moosbrugger H, Kelava A. Testtheorie und Fragebogenkonstruktion. 2. Aufl. Berlin, Heidelberg: Springer; 2012.

Zeitschrift:
13. Duarte J. Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit. ZfE. 2014;17(3):573–581. Doi:10.1007/s11618-014-0566-6


 

11. ACS

Im Bereich der Chemie wird der Zitierstil der American Chemical Society verwendet. Für die Darstellung im Text gibt es drei Varianten: 1) numerisch, 2) hochgestellte Zahl und 3) Kurzbeleg. Je nach Zitierweise erfolgt die Sortierung im Literaturverzeichnis nach dem Auftreten im Text oder alphabetisch.

Angabe im Text:

Direktes Zitat:

[1]

1(Moosbrugger und Kelava, 2012)

Indirektes Zitat:

Angabe wie beim direkten Zitat

Angabe im Literaturverzeichnis:

Buch:
Moosbrugger, H.; Kelava, A. Testtheorie und Fragebogenkonstruktion, 2. Aufl.; Springer, 2012.

Zeitschrift:
Duarte, J. (2014): Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit. ZfE 2014, 17 (3), 573–581. DOI: 10.1007/s11618-014-0566-6


 

12. APSA

Diese Zitierweise stammt von der American Political Science Association und basiert auf der Zitierweise nach Chicago. Hierbei handelt es sich um eine In-Text-Zitation mit Autor:in und Datum.

Angabe im Text:
Direktes Zitat:

(Moosbrugger und Kelava 2012, 25)

Indirektes Zitat:

(Moosbrugger und Kelava 2012)

Angabe im Literaturverzeichnis:

Buch:
Moosbrugger, Helfried und Augustin Kelava. 2012. Testtheorie und Fragebogenkonstruktion, 2. Aufl. Berlin, Heidelberg: Springer.

Zeitschrift:
Duarte, Joana. 2014. „Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit“. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 17 (3): S. 573–81. doi: 10.1007/s11618-014-0566-6.


 

13. NLM

Ein weiterer Zitierstil, der die numerische Darstellung verwendet, ist von der National Library of Medicine. Wie bei der Zitation nach ACS gibt es auch hier drei Möglichkeiten, wie zitiert werden kann: 1) numerisch, Quellen im Literaturverzeichnis nach Auftreten im Text sortiert, 2) numerisch, Quellen im Literaturverzeichnis alphabetisch sortiert und 3) In-Text-Zitation mit Autor:in und Jahr.

Angabe im Text:

Direktes Zitat:

1

(Moosbrugger und Kelava 2012)

Indirektes Zitat:

1,13

(Moosbrugger und Kelava 2012)

Angabe im Literaturverzeichnis:

Buch:
Moosbrugger H, Kelava A. Testtheorie und Fragebogenkonstruktion. 2. Aufl. Berlin, Heidelberg: Springer; 2012.

Zeitschrift:
Duarte J. Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit. ZfE. 2014;17(3):573–81.


 

14. OSCOLA

Diese Zitierweise wird von der University of Oxford herausgegeben und liegt aktuell (Stand 20.02.2022) in der 4. Auflage vor. Bei OSCOLA erfolgt die Angabe der Quelle als Fussnote. Dabei kommt hier grundsätzlich der Vollbeleg zur Anwendung.

Angabe in der Fussnote:

Direktes Zitat:

1 Helfried Moosbrugger und Augustin Kelava, Testtheorie und
Fragebogenkonstruktion
(2. Aufl., Springer 2012) 25.

2 Joana Duarte, ‚Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit‘ (2014)
17(3) Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 577.

Indirektes Zitat: Angabe wie beim direkten Zitat

Angabe im Literaturverzeichnis:

Buch:
H Moosbrugger und A Kelava, Testtheorie und Fragebogenkonstruktion, 2. Aufl. (Springer, 2012).

Zeitschrift:
Joana Duarte, ‚Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit‘ (2014) 17(3) Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 573.

Weitere Hinweise

Gängige Abkürzungen bei der Zitierung im Text und im Literaturverzeichnis

Für die Zitation im Text sowie die Angabe der Quellen im Literaturverzeichnis werden häufig Abkürzungen verwendet. Auch hier gilt, dass Sie sich nach Ihrem gewählten Zitierstil richten müssen, denn nicht alle Abkürzungen finden in jedem Zitierstil Anwendung. Wichtig ist, dass zwischen Seitenzahlen immer ein langer Bis-Strich (oder auch Gedankenstrich) gesetzt wird, kein normaler Bindestrich. Die häufigsten Abkürzungen, die im Rahmen der Zitation auftreten, sind folgende:

Abkürzung Bedeutung
vgl. vergleiche
ebd. ebenda
f. folgend (für Zitation über zwei Seiten, z. B. S. 3–4)
ff. fortfolgend (für Zitation über mehr als zwei Seiten, z. B. S. 3–6)
o. D. ohne Datum
o. J. ohne Jahr
Hrsg. Herausgeber
erg. ergänzte
erw. erweiterte
überarb. überarbeitete
Aufl. Auflage
Abs. Absatz
Bd. Band
S. Seite
o. S. ohne Seite
Nr. Nummer
Suppl. Supplement

Jeder Fehler erscheint unglaublich dumm,
wenn andere ihn begehen. Georg Christoph Lichtenberg

Das Literaturverzeichnis – eine Sammlung der verwendeten Quellen

Alle Quellen, die Sie in Ihrem Text verwendet haben, müssen in einem Literaturverzeichnis aufgeführt werden. Ausnahmen gibt es bei juristischen Arbeiten . Hier werden Gesetze, Gesetzessammlungen, Gerichtsentscheidungen und Entscheidungssammlungen nicht in das Literaturverzeichnis aufgenommen. Ansonsten muss die genutzte Literatur genannt werden. Inzwischen werden sogar audiovisuelle Medien immer öfter zitiert.

Generell müssen Sie bei der Quellensammlung besonders aufpassen. Die Quellen, die im Text stehen, müssen im Literaturverzeichnis vorkommen. Andersherum dürfen im Literaturverzeichnis nur Quellen aufgelistet werden, die im Text genannt werden. Werke, die Sie nur für die Vorbereitung auf das Thema gelesen haben und die nicht im Text erwähnt werden, dürfen auch nicht ins Literaturverzeichnis aufgenommen werden.

In der Regel werden die Quellen in alphabetischer Reihenfolge angegeben, ausser, es handelt sich um eine numerische Zitierweise. Hier wird meist in der Reihenfolge des Auftretens im Text sortiert.

Vorsicht: Ein Fehler, der öfter passiert, betrifft die Angabe von Sammelbänden. Wenn Sie einen Artikel aus einem Sammelband zitiert haben, so erscheint im Literaturverzeichnis nur dieser inklusive der Nennung des Sammelbandes. Der Sammelband selbst wird nicht noch einmal explizit als Einzelquelle aufgeführt, sondern erscheint nur integriert in der Quelle des verwendeten Textes.

Beispiel: Döll, M. (2019). Sprachdiagnose durch Beobachtung. In S. Jeuk & J. Settinieri (Hrsg.), DaZ-Handbücher: Band 2. Sprachdiagnostik Deutsch als Zweitsprache: Ein Handbuch (S. 569–585). de Gruyter.


 

Zitationsprogramme und wie sie Ihnen helfen können

Um Ihnen das Zitieren zu erleichtern, gibt es verschiedene Zitationsprogramme. Die bekanntesten unter ihnen sind Citavi, EndNote, Zotero und Mendeley. Durch die Verwendung eines Zitationsprogramms können Sie sich viel Arbeit ersparen. So fügen die Programme automatisch die richtigen Verweise in Ihren Text ein, sei es als Fussnote oder als In-Text-Zitation. Dafür müssen Sie einfach nur den gewünschten Zitationsstil auswählen. Zudem erfolgt die Erstellung des Literaturverzeichnisses automatisch und berücksichtigt ebenfalls die Vorgaben des gewählten Zitationsstils. So wird gleich die im Text verwendete Literatur ins Verzeichnis aufgenommen und Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass ein Eintrag vergessen wird oder überzählig ist.


 

Passt alles?

Der Zitationsdschungel erscheint auf den ersten Blick recht unübersichtlich, doch mit ein bisschen Einarbeitung können Sie Ihre Quellen selbstsicher in Ihre Arbeit einarbeiten. Einige Dinge sollten Sie dabei beachten:

  • Behalten Sie immer eine einheitliche Darstellung der Zitation bei, egal, für welchen Stil Sie sich entscheiden.
  • Wenn Sie kein Zitationsprogramm verwenden, überprüfen Sie vor der Abgabe Ihrer Arbeit noch einmal, ob alle Quellen sowohl im Text als auch im Literaturverzeichnis stehen.
  • Auch wenn Sie ein Zitationsprogramm nutzen, schliessen Sie neben Ihrem Text auch immer das Literaturverzeichnis in Ihr Korrekturlesen ein.