Die Befragten weisen ein hohes Vertrauen in ihre KI-Kompetenz auf: Rund 57% schätzen ihre Kenntnisse als ‚gut‘ oder ’sehr gut‘ ein. Dies spiegelt sich in der Praxis wider, da über die Hälfte der Studierenden (57%) generative KI-Tools mindestens mehrmals pro Woche oder sogar täglich im Studium nutzt.
2. Verwendete KI-Modelle

ChatGPT dominiert den Studienalltag als unangefochtener Marktführer: Über 60% der Befragten nutzen das Tool mindestens mehrmals pro Woche. Im starken Kontrast dazu stehen spezialisierte Anwendungen wie Elicit oder Stable Diffusion, die von einer grossen Mehrheit der Studierenden (über 70%) noch nie verwendet wurden.
3. Wofür wird KI konkret verwendet und wo liegen ethische Grenzen der Studierenden?

Basis: 5-stufige Skala (1: nie, 2: selten, 3: gelegentlich, 4: oft, 5: immer). Dargestellt sind kumulierte Werte der Kategorien 4 und 5.
KI-Tools werden primär für unterstützende Tätigkeiten eingesetzt: Die allgemeine Recherche (48,4%) sowie die sprachliche Überarbeitung (47,8%) und das Zusammenfassen von Texten (46,5%) bilden die Top-Anwendungsbereiche. Komplexe kreative oder prüfungsrelevante Aufgaben wie die Bildgenerierung oder das Erstellen ganzer Arbeiten werden hingegen deutlich seltener an die KI delegiert.

Studierende unterscheiden bei der KI-Nutzung klar zwischen legitimer Unterstützung und kritischen Eingriffen in die Eigenleistung: Während rein unterstützende Formate wie das Brainstorming (63,3%) oder die sprachliche Überarbeitung (60,9%) als weitgehend unbedenklich eingestuft werden, herrscht bei der Delegation ganzer Aufgaben ein hohes Unrechtsbewusstsein. Das Generieren vollständiger Arbeiten wird von über 70% der Befragten als ethisch bedenklich bewertet, wobei die Kategorie ‚klar bedenklich‘ mit 56,7% den deutlichen Schwerpunkt bildet.