Was genau ist Philologie?
Philologie beschreibt ganz allgemein die Lehre von der Sprache und Literatur. Dies wird schon bei der Betrachtung der Wortherkunft deutlich: Aus dem Altgriechischen philologia bzw. philo und logos kann Philologie als die „Liebe zum Wort“ übersetzt werden. Im Mittelpunkt der philologischen Wissenschaft stehen daher Texte jeglicher Natur, im akademischen Sinne wird sich hier aber speziell auf literarische, historische oder auch kulturgeschichtliche Texte reduziert. Die Wissenschaft der Philologie kann somit auf jede Sprache angewendet werden, die Texte produziert.
Generell wird an den Universitäten zwischen Altphilologien bzw. Klassischen Philologien und Neuphilologien unterschieden. Zu den Klassischen Philologien gehört das Studium von Latein, Altgriechisch sowie Altägyptisch. Diese Fächer findet man oft in Verbindung mit den Nachbardisziplinen Numismatik, Alte Geschichte, Byzantinistik oder Papyrologie. Die Neuphilologien beschäftigen sich dagegen mit modernen Sprachen – dazu zählen etwa die Deutsche Philologie, Slawische Philologie, Englische Philologie und Romanische Philologie.

Bei allen philologischen Fächern gehört jedoch nicht nur das Studium der Gegenwartssprache zum Curriculum, sondern auch das Erlernen der mittelalterlichen bzw. frühneuzeitlichen Sprachen sowie deren Entwicklung zur heutigen Sprachkultur. Jeder Studierende der Deutschen Philologie wird um Module in der Mediävistik nicht herumkommen. Ebenso müssen sich Studierende der Englischen Philologie darauf gefasst machen, sich intensiv mit Old English beschäftigen zu müssen. Die Sprachgeschichte bzw. historische Linguistik dient dem tieferen Verständnis der modernen Sprache und ist vor allem bei der Arbeit mit Schrifttum jeder Zeitepoche relevant. Die Module im altsprachlichen Bereich werden zumeist durch Übersetzungsaufgaben, Grammatikübungen und Lektüre bspw. mittelhochdeutscher Texte abgeleistet.
Ein weiterer Bestandteil des Philologie-Studiums ist die Linguistik bzw. Sprachwissenschaft. Die Linguistik ist die wissenschaftliche Betrachtungsweise von Struktur, Gebrauch, Erwerb und der Geschichte einer Sprache. Zusammen mit dem Studium der altsprachlichen Texte bildet sie die Basis einer Philologie. Bei den meisten philologischen Fächern an Universitäten verdichten sich die Module im Hauptbereich auf die Neueren Literaturwissenschaften. Hier steht die Lektüre literarischer Text durch alle Epochen seit der Frühen Neuzeit (in westlichen Philologien) auf dem Stundenplan.
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