Abstract schreiben

Schritt für Schritt zum Abstract: schreiben nach Anleitung

Spoilern erlaubt! Diese Elemente muss ein Abstract beinhalten.

Ein Abstract stellt die Zusammenfassung eines (Arbeits-)Themas dar und zeichnet sich speziell durch seine Kürze aus, die je nach Universität bzw. je nach formalen Vorgaben variiert und dabei knapp zusammenfasst1, worum es in deiner Bachelor- oder Masterarbeit geht. Zur Orientierung kannst du dir das Abstract als eine Art „Spoiler“ vorstellen: Schon bevor der Leser deine Arbeit gelesen hat, erfährt er nicht nur, worüber du schreiben, er erfährt hier auch, wie du vorgegangen und zu welchen Ergebnissen du gekommen sind.

Daraus resultierend setzt sich ein Abstract aus verschiedenen Teilen zusammen:

Forschungsrelevanz Die Forschungsrelevanz erklärt dem Leser, aus welchem Grund deine Arbeit von Belang ist und an welche wissenschaftlichen Lücken du anknüpfst: Warum schreibst du deine Arbeit, was macht sie interessant?
Problemstellung Die Problemstellung knüpft an diesen Gedanken an. Hier erklärst du konkret, mit welchem wissenschaftlichen Problem du dich auseinandersetzt: Wie lautet deine Forschungsfrage/dein Forschungsvorhaben?
Methodischer Ansatz Der methodische Ansatz bezieht sich auf deine Forschungsfrage bzw. auf die Beantwortung dieser und soll darstellen, wie du dein Forschungsvorhaben umsetzt: Gehst du qualitativ oder quantitativ vor? Arbeitest du mit einer theoriegeleiteten Literaturrecherche oder erhebst du eigene Daten?
Resultate Im Gegensatz zu z. B. einem Exposé werden in einem Abstract die Resultate bereits vorweggenommen. Es bietet sich also an, das Abstract erst zu schreiben, wenn du deine Arbeit bereits beendet hast: Was hast du herausgefunden? Wie lässt sich die von dir gestellte Forschungsfrage beantworten bzw. was hat dein Forschungsvorhaben bewirkt?
Folgerungen Um die Wirkung deiner Resultate zu verdeutlichen, enthält das Abstract die von dir erarbeiteten Folgerungen: Was lässt sich aus den Ergebnissen schließen, die du durch deine Arbeit generiert hast?
funnel

Je nach formalen Vorgaben kommen weitere Aspekte hinzu. Arbeitest du bspw. nach dem APA-Handbuch, enthält das Abstract sogenannte „Schlüsselbegriffe“: Welche Schlagworte lassen sich finden, um deine Arbeit zu beschreiben? Wonach würdest du googeln, wenn du deine Arbeit finden wollen würden? Häufig wird auch verlangt, das Abstract sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache zu verfassen, dies stellt jedoch keine feste Regel dar.

Grundsätzlich gilt, dass im Abstract keine Quellenangaben gemacht und keine direkten/indirekten Zitate eingefügt werden.

1. Gängig ist ein Limit von 150-200 Wörtern, dies kann jedoch je nach Vorgabe variieren.