Achtsame Fächer- und Kurswahl

Studienberatung ... oder berate Dich mit Dir selbst

Bewältigungsstrategien und individuelle Handlungsfähigkeiten. Achtsamkeit stärkt Resilienz für den weiteren Studienverlauf.

Häufig höre ich, wie schwierig es ist, sich für die richtigen Fächer und Kurse bzw. Seminare zu entscheiden. An jeder Universität gibt es Anlauf- und Beratungsstellen dafür.
Es scheint ein spezifischer Druck zu existieren, sich für das „Richtige“ entscheiden zu müssen, vor allem, um die Work-Life-Balance zu organisieren. Orientierungs- oder Einführungsveranstaltungen werden in verschiedenen Formen angeboten, und das ist eine gute Hilfestellung.
Besonders zu Beginn des Studiums werden hier Hilfen benötigt. Allerdings können auch berufliche und private Veränderungen Gründe dafür sein, dass im Studium erneut justiert und organisiert werden muss.
Heutzutage ist Studieren eine Herausforderung – keine Frage.

Autorinnenprofil:

Andrea hat Psychologie, Soziologie und Pädagogik studiert und ist ausgebildet als Coach, Körpertherapeutin und Mediatorin. Sie befasst sich interdisziplinär und holistisch mit Bewusstseinserweiterung und der Fusion von Body, Mind & Soul.

Im Vergleich zu schulischen Systemen oder dem Berufsleben ist hier absolute Eigenverantwortung gefragt und erlaubt.

Wodurch werden Fächer- und Kurswahl beeinflusst?

Auch wenn die Studienformen immer mehr variieren, gibt es zwei Perspektiven, die die Auswahl wesentlich beeinflussen:

  1. Verstehen des jeweiligen Modulsystems der Hochschule (administrative Perspektive):
  • Anmeldephasen, Fristen, Vorlesungsverzeichnis, Modulsystem
  • Prüfungsformen, Leistungspunkte, Praktika
  • Vorlesungsort und -zeit
  • Wie passt das in mein Leben?
  1. Interessen hinsichtlich beruflicher Perspektiven (motivationale Perspektive)

Dieser Aspekt ist nicht zu unterschätzen, da die Themenauswahl aus motivationaler und volitionaler (bestimmt durch den Willen) Perspektive Ihnen mehr Ressourcen und Perspektiven ermöglicht.

Reflektierter Umgang mit Anforderungen

Seien Sie
neugierig
Lassen Sie sich inspirieren!
Nutzen Sie die Gestaltungsfreiheit!

Machen Sie sich zu Ihrem eigenen Forschungsinteresse

Sie können nichts falsch machen, sondern sich nur weiterentwickeln, indem Sie sich erlauben, Entscheidungen auch anzupassen, zu verfeinern oder zu ergänzen – ohne sich unter Druck setzen zu lassen oder selbst unter Druck zu stellen. Je flexibler Sie mental und emotional den Anforderungen begegnen, desto mehr Kapazitäten können Sie nutzen.

Das Bewusstsein über die Möglichkeiten der Gestaltungsfreiheit mag vielleicht einige überfordern oder verwirren. Wenn Sie Ihren Fokus jedoch darauf richten, dass diese Gestaltungsfreiheit Ihren Handlungsspielraum erweitert, dann können Sie das Abenteuer Studium nach persönlichem Ermessen, Ressourcen und Potenzialen gestalten.

Wie geht das? Mit Achtsamkeit!

Der vorangegangene Artikel „Achtsam Studieren“ hat auf das Zusammenspiel von Aufmerksamkeit und Wahrnehmung hingewiesen, welches sich trainieren lässt.

Beobachten erfordert Aufmerksamkeit.
Aufmerksamkeit erfordert Konzentration.
Aufmerksamkeit bestimmt Ausprägung und Qualität der Wahrnehmung.

Der Faktor Aufmerksamkeit oder Achtsamkeit nimmt einen starken Einfluss auf Entscheidungsprozesse und wie diese wahrgenommen werden, bspw. in Stress, Ruhe, Freude.

Wenn Sie Ihren Fokus darauf richten, dass in diesem Moment der Auswahl noch alle Möglichkeiten offen sind, dann können Sie das umfangreich für sich selbst nutzen!

Sie haben in der Zeit des Studiums die Möglichkeit, Ihre individuelle Art und Weise für Lösungsstrategien, Arbeits- und Lernweisen zu kultivieren sowie zu lernen, sich zu vernetzen und im Team zu arbeiten.

Bewältigungsstrategien

Schauen Sie sich das Vorlesungsverzeichnis an und beobachten Sie sich selbst dabei. Was nehmen sie wahr?

Wenn Sie zum Beispiel bestimmte Kombinationen zusammenstellen, wird Ihre Atmung flacher oder Ihr Puls schneller? Erwischen Sie sich bei einer anderen Kombination mit einem selbstsicheren Lächeln?

Erlauben Sie sich, Ihrer Intuition zu folgen. Das kann auch bewusst gesteuert werden, indem Sie erlauben, auf Ihre Intuition zu hören und dies dann mental reflektieren. Ihr System sendet Ihnen eine Information – Sie können lernen, diese zu dechiffrieren.

„Intuition ist das Integral unserer gesammelten Erfahrungen. Hier zählen nicht Einzelerlebnisse, sondern die resultierenden Muster aller relevanten Detailerfahrungen. […] Was uns davon ins Bewusstsein dringt, ist eben ein bestimmtes Gefühl.“

Spielen mit Möglichkeiten

Trotz aller Herausforderungen: Richten Sie Ihren Fokus auf Neugier, Freude am Explorieren, Kreativität und Motivation. Das sind die Motoren, die Sie im Laufe des Studiums nähren und stärken.

  • Wie neugierig wird der Erfahrung begegnet?
    Was kann in diesem Kurs beispielsweise für mich förderlich sein oder mit wem bin ich darin gerne im Kontakt oder Austausch?
  • Bewusstsein auf die innere Haltung legen!
    Seien Sie achtsam mit sich selbst, um Ihre selbstregulatorischen Fähigkeiten zu stärken.
  • Intention bestimmen und Aufmerksamkeit darauf ausrichten!
    Langfristiger Atem – seien Sie sich bewusst, dass die Intention auf ein gerichtetes Ziel mit Zwischenschritten verbunden ist – und auch mit Entscheidungen, die Sie anpassen oder korrigieren können. Was ebenfalls der wissenschaftlichen Arbeitsweise entspricht:
Beobachten
Erkennen
Entscheiden

Reflektieren Sie Ihre Kurswahl

Es ist häufig hilreich, einfach zu pausieren. Kurz innehalten. Atmen und frischen Wind in den Kopf bringen. Wenn Sie dann erneut an das Thema herangehen, betrachten Sie es doch einmal aus folgenden Perspektiven:

  • Welche Ressourcen habe ich? Und wie nutze ich diese?
    Bspw. Belastbarkeit / Ausdauer / Engagement / Lern- und Leistungsbereitschaft
  • Wie organisiere ich mich darin?
    Bspw. Zeit- und Organisationsmanagement / Eigenverantwortung / Selbstmanagement, damit es mir gut geht
  • Nehme ich Erwartungen wahr?
    Bspw. „Wenn ich das mache, dann muss …“ von sich selbst aus oder aus der Umgebung? Lösen Sie sich bewusst davon und nehmen Sie eine andere Perspektive ein.
  • Wie gehe ich mit Erwartungen oder Erfolgsdruck um?
    Bevor Sie wahrnehmen, dass Sie gestresst oder überfordert sind, bestimmen Sie, wie Sie damit umgehen möchten. Vielleicht geht es ja mit mehr Leichtigkeit, Freude oder anders, als Sie gedacht haben?
  • Wie kann ich die Situation mit mehr Freude und Leichtigkeit bewältigen?

Viel Freude beim Explorieren.

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