Aufbau und Gliederung einer Diplomarbeit

Eine logische Gliederung erzählt selbst eine Geschichte und garantiert Ihnen nahezu einen „roten Faden“ in der Diplomarbeit. Das heisst, das behandelte Thema zieht sich durch die ganze Diplomarbeit, ohne „den Faden zu verlieren“ und vom eigentlichen Thema abzukommen.

Eine logische Gliederung erzählt selbst eine Geschichte und garantiert Ihnen nahezu einen „roten Faden“ in der Diplomarbeit. Das heisst, das behandelte Thema zieht sich durch die ganze Diplomarbeit, ohne „den Faden zu verlieren“ und vom eigentlichen Thema abzukommen. Die Gliederung gibt Ihnen sogleich auch die Struktur Ihrer Diplomarbeit vor und erleichtert Ihnen das Schreiben.

Nach der Themenfindung können Sie leider noch nicht loslegen mit der Diplomarbeit. Denn bevor Sie sich nun an die Arbeit machen, sollten Sie sich Gedanken über den Aufbau der Diplomarbeit und somit auch über die Gliederung machen. Doch, anders als bei der Themenfindung oder der Zielsetzung, werden Sie feststellen, dass die Gliederung lediglich ein vorläufiger Entwurf ist und sich im Laufe der Realisierung durchaus verändern kann. Dennoch ist es wichtig, sich im Vorhinein Gedanken zum Aufbau und zur Gliederung der Diplomarbeit zu machen.

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Das Geheimnis des Erfolges ist die Beständigkeit des Ziels“

Benjamin Disraeli

Wissenschaftliche Arbeiten, wie auch praxisorientierte Diplomarbeiten, folgen in ihrem Aufbau immer einem Muster. Dieses beginnt mit den allgemeinen Bestandteilen, welche das Titelblatt, ein Inhaltsverzeichnis, notwendige Abkürzungen, aber auch Begriffsklärungen umfassen. Auch ein Abstract, oder Management Summary genannt, gehört zum Standard. Das Abstract ist eine kurze Zusammenfassung und Vorstellung der gesamten Arbeit, sodass der*die Leser*in direkt weiss, was ihn oder sie erwartet. Auch der Schlussteil ist zumeist gleich. Hier befinden sich die Selbstständigkeitserklärung und das Literaturverzeichnis. Zu guter Letzt kann noch ein Anhang angefügt werden, der zum Beispiel im Text nicht verwendete Abbildungen beinhaltet, auf die man jedoch indirekt verweist, oder sonstige Nebenerzeugnisse, die im Rahmen der Diplomarbeit entstanden sind.

Zwischen dem einleitenden allgemeinen Teil und den Verzeichnissen steht der Hauptteil, der auch gerne als Praxisteil bezeichnet wird. Dies ist der eigentliche Teil der Arbeit, der die Recherche, die Ausarbeitung, die Diskussion und die Auswertung umfasst. Der Hauptteil untergliedert sich in verschiedene Unterabschnitte: die Einleitung, den eigentlichen Hauptteil und einen Schlussteil.

Im Rahmen der Einleitung werden die Ausgangslage und die Problemstellung beschrieben und es wird somit zur Fragestellung hingeführt. Je nachdem, ob es sich hierbei um eine Problemstellung, eine reine Diskussionsfrage oder einen Auftrag handelt, muss man sich für ein passendes methodisches Vorgehen entscheiden, welches ebenfalls in der Einleitung kurz beschrieben wird.

Einleitung
Hauptteil
Schlussteil

Eine Mustergliederung bzw. generische Gliederung

Der Aufbau bzw. die Gliederung einer Diplomarbeit besteht immer aus einer Einleitung, dem Hauptteil und einem Schlussteil. Eine generische Gliederung einer Diplomarbeit ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

Teil der Diplomarbeit Inhalte
Vorspann
  • Titelblatt
  • Abstract/Management Summary
  • Abbildungsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • ggf. Begriffserklärungen
  • Tabellenverzeichnis
  • Inhaltsverzeichnis
Einleitung
  • Einleitung ins Thema
  • ggf. Motivation und Begründung der Themenwahl
  • Ausgangslage
  • Problemstellung/Auftrag
  • Zielsetzung und Abgrenzung
  • Fragestellung
  • Vorgehensweise und eingesetzte Methoden
Hauptteil
  • Theoretische Grundlagen
  • ggf. Ist-Analyse
  • ggf. Soll-Analyse
  • ggf. Lösungsvarianten
  • ggf. Evaluation einer Lösung
  • ggf. detailliertes Lösungskonzept
  • Resultate
  • Diskussion der Resultate
Schlussteil
  • Zusammenfassung und Fazit
  • ggf. Handlungsempfehlungen
  • ggf. Ausblick/nächste Schritte
  • persönliches Fazit/Reflexion
Nachspann
  • Literaturverzeichnis
  • Eigenständigkeitserklärung
Anhang
  • separate Dokumente (z. B. „Nebenerzeugnisse“ der Diplomarbeit wie Fragebogen, transkribierte Experteninterviews, Datenträger mit Source-Code usw.)

Erarbeiten der Gliederung

Im Hauptteil befassen Sie sich dann zunächst mit einem einführenden Theorieteil. Hier sind Ihre Zitierfähigkeiten und das Textverständnis gefragt. All ihre Rechercheergebnisse fliessen in diesen Teil ein. Gliedern Sie diesen Teil bei unterschiedlichen Teilbereichen sinnvoll auf, sodass sie Überschneidungen und Missverständnisse aufgrund einer wirren Reihenfolge vermeiden. Anschliessend folgt die Problembearbeitung bzw. die Ausarbeitung der Forschungsfrage. In diesem Teil können Sie zwischen verschiedenen Herangehensweisen wählen. Eine Möglichkeit ist die Erörterung des Problems mithilfe einer kausalen Methode, deren Ziel es ist, Ursachen und Wirkungen zu erkennen, zusammenzuführen und zu systematisieren. Eine weitere Möglichkeit ist die dialektische Methode. Hierbei versucht man mithilfe einer dialektischen Diskussion die eigene Ansicht zu einer bestimmten Situation an den*die Leser*in heranzutragen. Man kann ebenfalls induktiv (vom Speziellen zum Allgemeinen) oder deduktiv (vom Allgemeinen zum Speziellen) an verschiedene Frage- oder Problemstellungen herangehen. Bearbeitet man eine Aufgaben- oder Problemstellung im technischen Bereich, so kommen noch die Top-down- und die Bottom-up-Methode hinzu, die eine ähnliche Vorgehensweise wie schon die induktive oder die deduktive Methode darbieten. Nach der theoretischen Einbettung und der Diskussion des Themas folgt die Auswertung oder – bei einem praktischen Teil – die Umsetzung. Diese wird ebenfalls im Hauptteil der Arbeit beschrieben und diskutiert. Handelt es sich um eine Aufgabe, so werden die einzelnen Arbeitsschritte beschrieben. Handelt es sich stattdessen um eine Diskussion, so werden eher Resultate und Lösungsansätze aufgeführt. Bei einer praktischen Umsetzung werden in diesem Teil Problemquellen und entstandene Fehler kurz diskutiert und ausgewertet. Bei manchen Arbeiten empfiehlt es sich hier auch, Grenzen der jeweiligen Methode oder Umsetzung zu beschreiben und mögliche Lösungen zu präsentieren.

Den Abschluss dieses grossen thematischen Teils bildet der Schlussteil. In diesem werden Schlussfolgerungen aus der Diskussion oder Empfehlungen zur Verbesserung der Umsetzung wiedergegeben. Zumeist endet eine Arbeit mit einem Ausblick auf weitere Themen, tiefergreifende Diskussionen oder gar mit offenen Fragen, die mit nachfolgenden Schritten noch geklärt werden müssen. Man kann jedoch auch mit einer persönlichen Reflektion der Arbeit enden.

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Ein Werk erfordert umso mehr Vorarbeit, je bedeutender und schwieriger es ist Henri de Saint-Simon

Tipps zur Gliederung

Machen Sie ein Brainstorming und erstellen Sie ein Mindmap über das, was Sie inhaltlich in der Diplomarbeit machen möchten. Sortieren Sie nun die Punkte in Gruppen an und ordnen Sie diese in den Hauptteil der vorgeschlagenen generischen Gliederung ein.

Dies alles in eine Gliederung zu packen ist nicht immer einfach. Versuchen Sie dabei, nicht zu tief ins Detail zu gehen, sondern versuchen sie eher Themen oder Aspekte zusammenzufassen. Eine Gliederung sollte nie mehr als drei Ebenen umfassen, sodass der*die Leser*in einen Überblick behalten kann. Bei der Erstellung der Gliederung sollten Sie zudem darauf achten, dass sie nicht nur einen einzigen Punkt in der zweiten oder dritten Ebene beschreiben. Versuchen Sie ausserdem, die Überschriften, die zugleich Ihren Gliederungspunkten entsprechen, aussagekräftig und kurz zu verfassen. Dies hilft Ihnen und dem*der Leser*in dabei, den Faden nicht aus den Augen zu verlieren und immer genau zu wissen, was im nachfolgenden Kapitel behandelt wird.

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