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Diversity – Vielfalt wertschätzen

Unsere Gesellschaft zeichnet sich unter anderem durch ihre Heterogenität aus, das heisst, sie besteht aus Individuen, die sich nicht nur durch ihre einzigartigen Persönlichkeiten voneinander unterscheiden, sondern auch durch ihren kulturellen, ethnischen und sozialen Hintergrund. Diese Vielfalt wird unter dem Begriff Diversity zusammengefasst. Diversity ist aber nicht nur ein populäres Schlagwort, vielmehr spiegelt der Begriff die gesellschaftliche Realität wider, die bislang jedoch noch nicht zur Genüge anerkannt wird. Denn noch immer gibt es Vorurteile gegen bestimmte gesellschaftliche Gruppen, noch immer werden Menschen diskriminiert und noch immer werden die Potenziale einer pluralistischen multikulturellen Gesellschaft nicht genutzt. Dabei haben die Anerkennung und die Wertschätzung gesellschaftlicher Vielfalt nicht nur positive soziale Auswirkungen für die betroffenen Gruppen, vielmehr wird Diversity zunehmend zu einem wirtschaftlichen Erfolgsfaktor, wie die Verbreitung des Diversity Managements in immer mehr Unternehmen zeigt.

Die Dimensionen von Diversity

Ziel des Diversity-Konzeptes ist es, eine vorurteils- und diskriminierungsfreie Umgebung zu schaffen, in der die individuelle Einzigartigkeit eines jeden Menschen anerkannt und wertgeschätzt wird. Das Diversity-Konzept erstreckt sich dabei auf sechs verschiedene Dimensionen:

  • Alter: Menschen sollen nicht aufgrund ihres Alters diskriminiert werden. Dieser Dimension kommt vor allem vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, mit dem eine zunehmende Überalterung der Bevölkerung einhergeht, eine hohe Bedeutung zu.
  • Geschlecht: Menschen sollen nicht aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden. Diese Dimension betrifft neben Frauen auch intergeschlechtliche und transsexuelle Menschen.
  • Ethnischer Hintergrund: Menschen sollen nicht aufgrund ihres ethnischen oder kulturellen Hintergrunds diskriminiert werden. Auch diese Dimension spielt zum einen eine grosse Rolle im Hinblick auf die Vermeidung der negativen Auswirkungen des demografischen Wandels. Zum anderen kann die Wertschätzung und Nutzung ethnischer und kultureller Vielfalt auf globalisierten Märkten einen relevanten Wettbewerbsfaktor darstellen.
  • Religion: Menschen sollen nicht aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit, ihres Glaubens oder ihrer Weltanschauung diskriminiert werden.
  • Behinderung: Menschen sollen nicht aufgrund einer geistigen und/oder körperlichen Beeinträchtigung diskriminiert und von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen werden.
  • Sexuelle Orientierung: Menschen sollen nicht aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert werden.

In einigen Quellen kommt als weitere Dimension die soziale Herkunft hinzu, um dem Umstand gerecht zu werden, dass auch der soziale Hintergrund, das soziale Milieu, in dem Menschen aufgewachsen sind, eine Benachteiligung für die Betroffenen darstellen kann, sei es in Bezug auf den Zugang zu Bildung, zu einem Arbeitsplatz oder in Bezug auf gesellschaftliche Teilhabe. Die genannten Diversity-Dimensionen bilden dabei die inneren Kerndimensionen des Diversity-Konzepts, die von weiteren äusseren Dimensionen flankiert werden. Dazu zählen etwa die Berufserfahrung, der Wohnort oder die Frage, ob man Kinder hat oder sich um einen Angehörigen kümmern muss. Diese äusseren Dimensionen sind im Gegensatz zu den inneren Dimensionen nicht mit der individuellen Persönlichkeit verknüpft, können aber dennoch vor allem am Arbeitsplatz von Bedeutung sein, sodass sie insbesondere im Rahmen der Implementierung von Massnahmen des Diversity Managements miteinbezogen werden sollten.

Die Vorteile von Diversity

Die Anerkennung und Wertschätzung gesellschaftlicher Vielfalt soll dazu beitragen, dass Menschen ihr Potenzial und ihre Fähigkeiten frei entfalten können, ohne Angst vor Zurückweisung und Benachteiligung aufgrund einer oder mehrerer der zuvor genannten Diversity-Dimensionen haben zu müssen. Von diesem Ansatz profitiert nicht nur jede:r Einzelne, sondern auch die Gesellschaft und Wirtschaft:

  • Auf der individuellen Ebene werden durch die Realisierung des Diversity-Konzepts Chancengerechtigkeit, Teilhabe und Inklusion für jeden Menschen ermöglicht, sodass das individuelle Wohlbefinden und das Selbstwertgefühl steigen können.
  • Auf der ökonomischen Ebene können die Berücksichtigung und Nutzung individueller Erfahrungen, Sichtweisen und Fähigkeiten eine positive Auswirkung auf die Marktbearbeitung, die Rekrutierung und die Bindung von qualifiziertem Personal sowie auf die unternehmerische Innovationsfähigkeit haben.
  • Auf der gesellschaftlichen Ebene kann zum einen der soziale Zusammenhalt verbessert werden, indem herrschende Vorurteile und Stereotype abgebaut werden, zum anderen kann das Vertrauen in die Demokratie gestärkt werden, indem Chancengleichheit, Gleichberechtigung und Inklusion gefördert und umgesetzt werden.

Mit der Realisierung des Diversity-Konzepts ist darüber hinaus ein Perspektivenwechsel verbunden: Bisher werden Angehörige sogenannter Randgruppen häufig als Menschen wahrgenommen, die auf Unterstützung angewiesen sind, die sich anpassen und integrieren müssen. Im Rahmen des Diversity-Ansatzes werden diese Menschen nicht mehr als defizitär betrachtet, vielmehr werden ihre Fähigkeiten, Erfahrungen und Potenziale in den Vordergrund gerückt, die sowohl wirtschaftliche Erfolgsfaktoren als auch gesellschaftliche Chancen darstellen und die durch die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen und Fördermassnahmen zum Wohle aller genutzt werden können.

 


Diversity Literaturempfehlungen

Für weiterführende Informationen rund um die Themen Diversity und Diversity Management empfehlen wir Ihnen unter anderem die nachfolgenden Quellen:

  • Hucke, Veronika (2017): Mit Vielfalt und Fairness zum Erfolg: Praxishandbuch für Diversity und Inclusion im Unternehmen. Wiesbaden: Springer Fachmedien.
  • Kinne, Peter (2022): Diversity 4.0: Zukunftsfähig durch intelligent genutzte Vielfalt. 2. Auflage. Berlin, Heidelberg: Springer.
  • Kohl, Kristina (2022): Driving Justice, Equality, Diversity, and Inclusion. New York: Auerbach Publications.Wiesbaden: Springer Fachmedien.
  • Krell, Gertraude; Ortlieb, Renate & Sieben, Barbara (2018): Gender und Diversity in Organisationen: Grundlegendes zur Chancengleichheit durch Personalpolitik.
  • Schwuchow, Karlheinz & Gutmann, Joachim (2021): HR-Trends 2021: Strategie, Kultur, Big Data, Diversity. 2. Auflage. Planegg: Haufe Lexware.
  • Thompson, Jason R. (2022): Diversity and inclusion matters. Hoboken: John Wiley & Sons.

Zudem bietet die Webseite der Charta der Vielfalt e. V. neben vielen Praxisbeispielen und Informationen auch die Möglichkeit zum Download diverser Publikationen zum Diversity-Konzept und zum Diversity Management (https://www.charta-der-vielfalt.de). Die beiden Themenbereiche Diversity und Diversity Management sind darüber hinaus häufig in Literatur zum Personalmanagement und zur Personalentwicklung integriert, sodass sich auch Quellen aus diesen Fachgebieten für eine Recherche eignen.

 


Support

Sollten Sie Fragen in Bezug auf das Diversity-Konzept haben oder wissenschaftliche Unterstützung benötigen, helfen Ihnen unsere erfahrenen und kompetenten Autor:innen mit spezifischen Coachings, sprachlichen und fachlichen Lektoraten sowie fachkundigem Support bei der Erstellung schriftlicher Arbeiten gerne jederzeit weiter.

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