Plagiatsprüfsoftware im Vergleich
– Plagiatsprüfung Ablauf & Vorteile –

Vergleich Plagiatsprüfung online und Plagiatsprüfsoftware-Anbieterinnen

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Universitäten und Hochschulen prüfen alle akademischen Arbeiten, die eingereicht werden, mit einer Plagiatsprüfsoftware automatisch auf Plagiate. Unter einem Plagiat werden Textstellen verstanden, die aus anderen Arbeiten in die eigene Arbeit übernommen wurden, ohne die dazugehörige Quelle anzugeben, von der die betreffende Textstelle stammt. Hierbei ist es irrelevant, ob die Textstelle wörtlich in die eigene Arbeit integriert oder umformuliert wurde, ausschlaggebend ist der Umstand, dass das fremde Gedankengut ohne Quellenangabe wiedergegeben wird. Ein Plagiat stellt damit eine Form des Diebstahls dar und ist in jeglichen akademischen Arbeiten streng verboten. Sollten in Ihren Arbeiten Plagiate gefunden werden, kann dies dazu führen, dass Sie Ihre Arbeit nicht bestehen, selbst wenn die Plagiate nicht bewusst, sondern aus Unachtsamkeit entstanden sind. Ein wesentlicher Vorteil der Plagiatsprüfung liegt daher in einer Verringerung des Risikos, aufgrund unbeabsichtigter Plagiate in einem Seminar oder gar in Ihrer Abschlussarbeit durchzufallen oder eine schlechtere Note zu bekommen.

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Text womöglich unbeabsichtigte Plagiate enthält, können Sie selbst eine Plagiatsprüfung vornehmen, bevor Sie Ihre Arbeit bei Ihrer Hochschule einreichen, entweder mit einer Plagiatsprüfsoftware oder mit einer Plagiatsprüfung online. Im Folgenden fassen wir Ihnen übersichtlich zusammen, wie eine solche Plagiatsprüfung funktioniert, welche Vorteile Plagiatsprüfungen haben und welche Anbieter es für Plagiatsprüfungen gibt. Daraufhin klären wir einige Fragen im Zusammenhang mit der Plagiatsprüfung.

 

 


Ablauf einer Plagiatsprüfung

Eine Plagiatsprüfung können Sie entweder im Browser oder mithilfe einer Plagiatsprüfsoftware durchführen, die Sie auf Ihrem PC installieren. Der Ablauf ist bei beiden Möglichkeiten vergleichbar:

  • Sie laden das Dokument in die Plagiatsprüfsoftware oder auf die jeweilige Webseite.
  • Die Plagiatsprüfung wird automatisch durchgeführt.
  • Sie erhalten einen Prüfbericht mit dem Ergebnis der Plagiatsprüfung.

Im Rahmen der automatischen Plagiatsprüfung wird mithilfe eines Algorithmus ein Abgleich Ihres Dokuments mit verschiedenen Quellen durchgeführt. Anbieter von Plagiatsprüfungen online oder von Plagiatsprüfsoftware greifen dabei auf digitalisierte Quellen zurück, die frei zugänglich im Internet zu finden sind, etwa Bücher, Zeitschriften, Journals, Texte auf Webseiten, aber auch akademische Paper oder studentische Arbeiten. Bei Universitäten und Hochschulen werden zusätzlich sämtliche akademischen Arbeiten und wissenschaftliche Texte mitgeprüft, die den Einrichtungen in digitaler Form vorliegen. Die Plagiatsprüfung an Universitäten und Hochschulen ist damit zwar umfassender, aber selbst den ausseruniversitären Anbietern von Plagiatsprüfungen steht ein breiter Pool an Quellen zur Verfügung, etwa von verschiedenen Verlagen wie z. B. Springer, Taylor & Francis, Wiley Blackwell, BMJ oder Gale.

 


Vorteile von Plagiatsprüfung online und Plagiatsprüfsoftware

Trotz der hohen Zahl an geprüften Quellen liegt das Ergebnis einer Plagiatsprüfung online aufgrund der hohen Automatisierung der Plagiatsprüfsoftware in den meisten Fällen bereits nach einigen Minuten vor. Da die Plagiatsprüfung direkt in Ihrem Dokument vorgenommen wird, erhalten Sie als Ergebnis der Plagiatsprüfung Ihr Dokument zurück, in dem dann farbliche Markierungen zu finden sind. Diese Markierungen dienen dazu, solche Textstellen kenntlich zu machen, die mit Textstellen aus den abgeprüften Quellen übereinstimmen oder zumindest auffällige Ähnlichkeiten vorweisen. Zudem wird ein Prozentsatz angegeben, der für den Grad der Übereinstimmung steht. Hierbei gilt es unbedingt zu beachten, dass die markierten Textstellen nicht zwangsläufig Plagiate sind. Sollten Sie die markierten Textstellen ordnungsgemäss mit einer Quellenangabe versehen und die passende Zitation angewendet haben, besteht kein Anlass zur Sorge. Viele Plagiatsprüfungen markieren mit den Ähnlichkeiten und Übereinstimmungen zum einen auch Phrasen, die dem allgemeinen Sprachgebrauch zuzurechnen und daher in vielen Texten zu finden sein dürften, zum anderen werden in der Regel auch Angaben im Literaturverzeichnis markiert sowie die eidesstattliche Erklärung oder der Sperrvermerk, die in der gleichen Form in vielen akademischen Arbeiten vorkommen.

Ihre Aufgabe besteht daher darin, die markierten Textstellen darauf zu prüfen, ob sie richtig zitiert sind und ob auf die jeweilige Quelle verwiesen wurde. Zudem sollten Sie kontrollieren, ob Sie die Quellen auch im Quellenverzeichnis aufgeführt haben. Ein hoher Prozentsatz bedeutet also nicht, dass Ihre Arbeit ein einziges Plagiat ist, dennoch ist eine sorgsame Überprüfung der Markierungen anzuraten. Eine Plagiatsprüfung bietet Ihnen damit eine wertvolle Orientierungshilfe, wo Sie Ihre Arbeit ggf. noch nachbessern müssen, bevor Sie diese final einreichen. So kann die Gefahr unbeabsichtigter Plagiate und damit verbundener Nachteile zumindest deutlich reduziert werden.

 


Vergleich Plagiatsprüfung online und Plagiatsprüfsoftware

Plagiatsprüfungen unterscheiden sich in erster Linie darin, ob das Angebot kostenlos oder kostenpflichtig ist. Während sich für einzelne Sätze oder kurze Textabschnitte sicherlich auch kostenlose Angebote eignen oder Sie in dem Fall den betreffenden Text einfach in eine Suchmaschine kopieren können, sollten Sie bei längeren Textabschnitten bzw. kompletten Arbeiten auf ein kostenpflichtiges Angebot zurückgreifen. Kostenpflichtige Plagiatsprüfungen haben zwei wesentliche Vorteile: Zum einen vergleichen diese Ihr Dokument mit einer weitaus umfangreicheren Menge an Texten, zum anderen ist bei kostenpflichtigen Angeboten in der Regel der Datenschutz gewährleistet, sodass Ihr Dokument nach der Plagiatsprüfung nicht irgendwo im Internet herumgeistert. Nachfolgend stellen wir Ihnen einige Anbieter für Plagiatsprüfungen vor. Die Auflistung stellt jedoch nur einen kleinen Auszug der Anbieter dar und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

 


 

Copyleaks

Copyleaks ist eine Plagiatsprüfung online, die sich sowohl an Unternehmen und Bildungseinrichtungen als auch an Studierende richtet. Die Plagiatsprüfung nutzt künstliche Intelligenz und Machine Learning, um in Echtzeit ähnliche, paraphrasierte und wörtlich übernommene Textstellen zu finden. Das Dokument, das einer Plagiatsprüfung online unterzogen werden soll, kann direkt auf der Homepage hochgeladen und dann mit Milliarden von frei zugänglichen Onlineinhalten abgeglichen werden. Sollen nur einzelne Textstellen geprüft werden, kann der betreffende Text auch direkt in ein entsprechendes Feld kopiert werden. Zusätzlich bietet Copyleaks die Möglichkeit, zwei Dokumente direkt miteinander zu vergleichen. Dies ist besonders hilfreich, um sogenannte Eigenplagiate zu erkennen und so zu verhindern, dass man sich selbst in mehreren Arbeiten wiederholt.

Copyleaks ist für alle gängigen Textdateiformate anwendbar und ermöglicht eine Plagiatsprüfung in über 100 Sprachen. Die Preisgestaltung ist recht übersichtlich und kann unter hier abgerufen werden. Wie fast alle Anbieter von Plagiatsprüfungen online bietet auch Copyleaks eine kostenlose Plagiatsprüfung im begrenzten Umfang an. Copyleaks betont zudem einen umfassenden Datenschutz mithilfe von Verschlüsselungstechnik sowie persönlicher Authentifizierung, der ständig weiterentwickelt wird.

Copyleaks


 

Grammarly

Vielen wird Grammarly bereits als Software zum Auffinden von Orthografie- und Grammatikfehlern bekannt sein. Daneben bietet Grammarly eine Plagiatsprüfsoftware an, die über Grammarly Premium kostenpflichtig hinzugebucht werden kann. Das Angebot richtet sich sowohl an Studierende und Lehrkräfte als auch an Autor:innen. Die Plagiatsprüfung erfolgt durch einen Upload des Dokuments bzw. durch Copy and Paste einzelner Textstellen und einem darauffolgenden Abgleich mit der ProQuest-Datenbank und über 16 Milliarden Webseiten.

Hinweis

Wesentliche Nachteile an Grammarly sind, dass es zurzeit nur auf Englisch verfügbar ist und dass als Textdateiformate nur Microsoft Word und Google Docs unterstützt werden.

Nach der Plagiatsprüfung werden die als ähnlich identifizierten Textstellen angezeigt sowie mit Links zu den Webseiten versehen, auf denen diese Ähnlichkeiten entdeckt wurden. Vorteil der Plagiatsprüfung ist, dass Grammarly neben der Plagiatsprüfung auch die Grammatik- und Orthografieprüfung vornimmt. Zudem nutzt Grammarly künstliche Intelligenz, um Vorschläge zur Verbesserung der Ausdrucksweise und des Schreibstils zu unterbreiten. Grammarly ist kompatibel mit den gängigen Webbrowsern, kann auf Mac, PC und iPhone, iPad sowie Android-Geräten genutzt werden. Während die Grammatik- und Orthografieprüfung kostenlos ist, werden für das Upgrade auf Grammarly Premium monatliche Gebühren fällig, die bei längerer Laufzeit des Abo-Pakets geringer werden. Auch Grammarly gewährleistet umfassenden Datenschutz durch mehrstufige Verschlüsselungen und Zertifizierungen.

grammarly


 

Microsoft Similarity Checker

Hinweis

Der Microsoft Similarity Checker ist derzeit nur auf Englisch verfügbar.

Auch Microsoft bietet mit dem Similarity Checker mittlerweile eine Plagiatsprüfung an, die in das Microsoft-365-Abo integriert ist. Zielgruppe der Plagiatsprüfung von Microsoft sind vor allem Studierende und Schüler:innen. Der Similarity Checker basiert auf künstlicher Intelligenz und nutzt zum Abgleich des zu prüfenden Dokuments mit im Internet frei zugänglichen Inhalten die Suchmaschine Bing. Bisher ist die Plagiatsprüfung von Microsoft nur auf Englisch und in der MS-Office-Umgebung möglich, es ist jedoch davon auszugehen, dass das Angebot auf andere Sprachen ausgeweitet wird. In dem Fall liegt der wesentliche Vorteil der Plagiatsprüfung von Microsoft sicherlich darin, dass keine externe Plagiatsprüfung mehr nötig sein wird, sofern man MS Office nutzt.

Microsoft Similarity Checker


 

PlagAware

Die Plagiatsprüfung von PlagAware richtet sich an Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Einzelpersonen. Für jede dieser Zielgruppen bietet PlagAware ein eigenes Paket an, dessen Funktionen und Kosten hier detailliert aufgeführt sind. Für Studierende gibt es drei Angebote ohne Abo, die sich nach der Anzahl der zu prüfenden Seiten unterscheiden. Die Plagiatsprüfung online erfolgt durch Upload des Dokuments auf der Homepage von PlagAware und einen folgenden Vergleich des Dokuments mit mehr als 70 Milliarden Inhalten, die im Internet verfügbar sind. Die Plagiatsprüfsoftware erkennt sowohl wörtlich übernommene Textstellen als auch paraphrasierte und umformulierte Passagen. Nach Fertigstellung der Plagiatsprüfung stellt PlagAware den Plagiatsprüfbericht als PDF-Dokument zur Verfügung, in dem die als ähnlich identifizierten Textstellen kenntlich gemacht und mit einem Link zu den Webseiten versehen sind, zu deren Inhalten Ähnlichkeiten oder Übereinstimmungen gefunden wurden. Unterstützt werden dabei laut PlagAware alle Sprachen sowie die gängigen Textdateiformate.

Nach dem Upload wird der Text des Originaldokuments ausgelesen und mit einer SSL-Verschlüsselung gesichert, das Originaldokument selbst wird direkt im Anschluss vom PlagAware-Server gelöscht, die erstellte Textdatei wird nach der Plagiatsprüfung ebenfalls automatisch gelöscht. Wahlweise können die Dokumente auch unbegrenzt für weitere Plagiatsprüfungen auf dem Server verbleiben und eigenständig gelöscht werden, wenn diese nicht mehr gebraucht werden. PlagAware versichert, dass die gespeicherten Dokumente jedoch nicht in die Datenbank aufgenommen werden, die zur Plagiatsprüfung genutzt wird. Die eigenen Dokumente bleiben damit für andere Nutzer:innen unzugänglich. Ein zusätzliches Angebot von PlagAware besteht in dem Abgleich des zu prüfenden Dokuments mit solchen Texten, die gegen Entgelt erworben wurden. Diese können in einem privaten Account gespeichert und so in die Plagiatsprüfung integriert werden. Nach Übermittlung des Plagiatsprüfberichts und der anschliessenden Überarbeitung des Dokuments kann dieses zu einer weiteren Plagiatsprüfung kostenfrei erneut hochgeladen werden.

PlagAware


 

Plagiarism Checker X

Zielgruppe von Plagiarism Checker X sind neben Studierenden auch Lehrkräfte, Autor:innen und Unternehmen. Die Plagiatsprüfung wird derzeit in sieben Sprachen angeboten (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Portugiesisch und Spanisch). Unterstützt werden dabei die üblichen Textdateiformate, jedoch läuft die Plagiatsprüfsoftware nur auf den Betriebssystemen Windows Vista, 7, 8 und 10. Während der Plagiatsprüfung wird das Dokument mit rund 16 Milliarden Inhalten im Internet auf Ähnlichkeiten und Übereinstimmungen abgeglichen. Zusätzlich bietet die Plagiatsprüfsoftware einen Quervergleich an, der es ermöglicht, zwei Dokumente direkt miteinander zu vergleichen, etwa um Eigenplagiate zu entdecken. Die Plagiatsprüfung ist anfangs so eingestellt, dass eine Markierung erfolgt, sobald eine Übereinstimmung bei drei Wörtern festgestellt wird, die aufeinanderfolgen. Diese Einstellung kann jedoch geändert werden.

In Bezug auf den Datenschutz betont Plagiarism Checker X, dass das Dokument weder auf einen Server geladen werden muss noch gespeichert, verkauft oder weitergegeben wird. Die Plagiatsprüfsoftware funktioniert als Desktopanwendung, sodass der zu prüfende Text lediglich in das entsprechende Feld kopiert werden muss, das Originaldokument aber auf dem eigenen PC verbleibt. Der Plagiarism Checker X ist in drei Versionen erhältlich, wobei es ein kostenloses Basispaket gibt, das jedoch nur eingeschränkte Funktionen bietet. Für die beiden Upgrades mit deutlich mehr Funktionen werden keine monatlichen Gebühren erhoben, sondern ein einmalig zu zahlender und vergleichsweise günstiger Betrag.

Plagiarism Checker X


 

PlagScan

Die Plagiatsprüfung von PlagScan erfolgt zum einen über die Suchmaschine Bing, um den Inhalt des zu prüfenden Dokuments mit Inhalten im Internet abzugleichen, zum anderen arbeitet PlagScan mit einigen akademischen und wissenschaftlichen Verlagen zusammen, sodass auch eine Vielzahl von Fachartikeln in den Vergleich einbezogen werden. Darüber hinaus können Nutzer:innen selbst Texte hochladen, um diese mit abzugleichen, und zudem entscheiden, ob sie ihr Dokument der Datenbank von PlagScan hinzufügen möchten. In dem Fall können Dokumente von PlagScan-Nutzer:innen ebenfalls miteinander verglichen werden, ein direkter Zugriff auf das Dokument erfolgt aber ausdrücklich nicht. PlagScan bietet neben einer kostenlosen Testversion vier verschiedene Pakete an, die einmalig zu bezahlen sind und sich nach der Anzahl der Wörter im Dokument unterscheiden. Hier zeigen wir Ihnen am Beispiel von PlagScan, wie ein Plagiatsprüfbericht zu interpretieren ist.

PlagScan


 

Scribbr

Die Plagiatsprüfung von Scribbr fokussiert sich auf die Zielgruppe der Studierenden. Dementsprechend ist die Preisgestaltung recht übersichtlich und günstig. Scribbr bietet drei Preisstufen an, die sich nach der Anzahl der zu prüfenden Wörter unterscheiden. Die Plagiatsprüfung erfolgt mit der Plagiatsprüfsoftware von Turnitin. Dabei wird die eigene Arbeit mit rund 91 Milliarden Webseiten sowie etwa 70 Milliarden akademischen und wissenschaftlichen Texten abgeglichen.

Ein Vorteil der Plagiatsprüfung von Scribbr liegt in der hohen Sensitivität der Plagiatsprüfsoftware. Diese findet nicht nur wörtliche Übereinstimmungen, sondern auch Passagen, die verändert und umformuliert wurden. Die Plagiatsprüfung online von Scribbr unterstützt aktuell 20 Sprachen. Auf Datenschutz wird bei Scribbr ebenfalls geachtet: Nach der Plagiatsprüfung online können Nutzer:innen sämtliche Daten löschen, geschieht dies nicht, wird eine automatische Löschung nach einem Monat durchgeführt. Eine Speicherung in öffentlich zugänglichen Datenbanken findet laut Scribbr nicht statt.

Scribbr


 

StrikePlagiarism

Die Plagiatsprüfung von StrikePlagiarism richtet sich sowohl an Studierende und Lehrkräfte als auch an Unternehmen. Zum Abgleich des Dokuments mit anderen Texten nutzt StrikePlagiarism gleich mehrere Quellen: Zum einen erfolgt ein Vergleich hinsichtlich Ähnlichkeiten und Übereinstimmungen mit Millionen von frei zugänglichen Webseiten über die Suchmaschinen Google und Bing, zum anderen mit der Datenbank von RefBooks, die derzeit über 200 Millionen akademische und wissenschaftliche Veröffentlichungen und Texte enthält, sowie mit einer eigenen Datenbank, in die Nutzer:innen optional verschiedene Texte und Quellen hochladen können. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, Datenbanken auszutauschen, sodass der Pool an Texten, mit denen das zu prüfende Dokument abgeglichen werden kann, sehr breit gefächert ist.

StrikePlagiarism betont hierbei ausdrücklich den Datenschutz. Das eigene Dokument, das zur Plagiatsprüfung entweder mit Copy and Paste in ein Fenster kopiert oder hochgeladen werden kann, wird anderen nicht zur Verfügung gestellt. Bei einem Austausch der Datenbanken wird darüber hinaus versichert, dass persönliche Daten nicht freigegeben werden, sodass keine Rückschlüsse auf die Identität der Nutzer:innen gezogen werden können. Zudem gilt die DSGVO und sämtliche hochgeladene Dokumente werden verschlüsselt. Nach Löschung des Accounts werden auch alle Daten und Dokumente der Nutzer:innen gelöscht. Die Plagiatsprüfung von StrikePlagiarism unterstützt die gängigen Textdateiformate und sucht auf Wunsch auch nach Übersetzungsplagiaten. Die Abrechnung erfolgt nach Zeichen.

StrikePlagiarism


 

Turnitin

Hinweis

Zur Turnitin-Gruppe gehören mittlerweile Ouriginal, Urkund und PlagScan. Weitere Infos hierzu finden Sie etwa unter diesem Link sowie hier.

Turnitin gehört zu den Anbietern von Plagiatsprüfsoftware, die häufig von Hochschulen genutzt werden. Dementsprechend richtet sich Turnitin in erster Linie an Lehrkräfte und Bildungseinrichtungen. Des Weiteren verwenden auch andere Anbieter von Plagiatsprüfungen online die Plagiatsprüfsoftware von Turnitin, wie zum Beispiel Scribbr, und nutzen damit die gleichen Datenbanken und Systeme wie Turnitin, sodass davon auszugehen ist, dass die Plagiatsprüfung online bei diesen Anbietern vergleichbare Ergebnisse liefert. So wird bei der Plagiatsprüfung das Dokument mit über 70 Milliarden Onlineinhalten sowie mit rund 165 Millionen akademischen und wissenschaftlichen Texten abgeglichen. Turnitin wird zurzeit in 19 Sprachen angeboten und erkennt neben textlichen Übereinstimmungen und Ähnlichkeiten auch Code-Plagiate, die etwa beim Programmieren auftreten können.
Turnitin

Vergleich Plagiatsprüfung

Fazit zum Vergleich Plagiatsprüfung online und Plagiatsprüfsoftware

Als Ergebnis des Vergleichs von Plagiatsprüfungen online und Plagiatsprüfsoftware kann festgehalten werden, dass die hier vorgestellten Anbieter alle zu empfehlen sind und deren Plagiatsprüfungen wesentliche Vorteile bieten. Die Plagiatsprüfung online sowie die Plagiatsprüfsoftware sind ähnlich aufgebaut und greifen auf eine umfangreiche Menge an Inhalten zurück, um einen Vergleich des eigenen Dokuments mit anderen Texten durchzuführen. Ferner hat der Vergleich der Plagiatsprüfungen ergeben, dass diese insgesamt kompatibel mit den gängigen Textdateiformaten und preislich durchaus auch für Studierende attraktiv sind. Ein weiterer Vorteil der Plagiatsprüfungen ist der Umstand, dass viel Wert auf Datenschutz in Bezug auf die zu prüfenden Dokumente gelegt wird.

Hinweis

Ein umfassender Vergleich von Plagiatsprüfungen online und Plagiatsprüfsoftware wurde 2020 von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin durchgeführt. Die Ergebnisse können Sie hier abrufen. Für akademische Zwecke ungeeignet sind demnach Dupli Checker, DPV sowie intihal.net.

Welche Plagiatsprüfung nun für Ihre individuellen Ansprüche am geeignetsten ist, lässt sich daher nicht pauschal sagen. Die Angebote entwickeln sich zum einen ständig weiter, zum anderen unterscheiden sich die Nutzer:innen in puncto Zahlungsbereitschaft und Umfang der zu prüfenden Texte wesentlich voneinander. Sollten Sie beispielsweise nur einmalig ein Dokument prüfen lassen wollen, wie etwa Ihre Abschlussarbeit, eignet sich ein Anbieter mit der Option einer Einmalzahlung, z. B. Plagiarism Checker X, eher als ein Anbieter, bei dem monatliche Gebühren anfallen. Ein solches Abo, etwa bei Copyleaks, kann zu Beginn des Studiums sinnvoll sein, da Sie zu diesem Zeitpunkt noch einige Seminar- und Hausarbeiten verfassen werden und die Vorteile einer Plagiatsprüfung online oder einer Plagiatsprüfsoftware schätzen lernen werden. Viele Anbieter ermöglichen einen kostenlosen Test ihrer Plagiatsprüfung online bzw. ihrer Plagiatsprüfsoftware, die Ihnen einen Vergleich der Plagiatsprüfung erlaubt und eine Entscheidungsfindung erleichtern sollte.

FAQ

FAQ zu Plagiatsprüfung online und Plagiatsprüfsoftware

Ist eine Plagiatsprüfung sinnvoll?

Eine Plagiatsprüfung ist immer dann sinnvoll, wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie regelkonform zitiert und alle Quellen angegeben haben. Akademische Arbeiten und vor allem Abschlussarbeiten werden in der Regel immer einer Plagiatsprüfung unterzogen.

Wie sicher sind Plagiatsprüfungen?

Plagiatsprüfungen sind sicher, können aber nicht alle Quellen abgleichen. Zum einen sind nicht alle Texte digitalisiert, zum anderen sind nicht alle digitalisierten Texte für einen Vergleich verfügbar. Zudem können weder Ideen- noch Strukturplagiate erkannt werden. Daher gilt: stets sorgfältig arbeiten.

Wie viel Prozent darf plagiiert werden?

Plagiate sind immer verboten, es dürfen also null Prozent plagiiert werden. Der Prozentsatz im Plagiatsprüfbericht bezieht sich jedoch auf gefundene Ähnlichkeiten und Übereinstimmungen, die nicht unbedingt Plagiate sein müssen. Für diesen Wert gibt es Empfehlungen, die je nach Hochschule variieren. Ein Wert bis zu fünf Prozent gilt in der Regel als unbedenklich.

Ist eine Plagiatsprüfung legal?

Die Plagiatsprüfung an sich ist legal. Wenn Sie in Ihrer Arbeit jedoch einen Sperrvermerk haben, sollten Sie bei der Auswahl des Anbieters besonders auf den Datenschutz achten. Bei kostenlosen Angeboten kann es vorkommen, dass diese Ihre Arbeit in ihre Datenbank laden, um so mehr Vergleichsmöglichkeiten zu haben. Ihre Daten wären dann nicht mehr geschützt.

Werden alle Hausarbeiten auf Plagiate geprüft?

Ob alle Hausarbeiten auf Plagiate geprüft werden, lässt sich nicht pauschal sagen. Dies variiert je nach Hochschule. Da Plagiate in Hausarbeiten jedoch zum Nichtbestehen eines Seminars führen können, sollte man hier zumindest eine kostenlose Plagiatsprüfung in Betracht ziehen, sofern man sich unsicher ist.

Support

Unterstützung

Sollten Sie Unterstützung benötigen, helfen wir Ihnen gern. Hat die Plagiatsprüfung online etwa ergeben, dass Ihr Text einen hohen prozentualen Wert an Übereinstimmungen und Ähnlichkeiten aufweist, empfehlen wir Ihnen beispielsweise ein Fachlektorat. Hierbei gehen unsere erfahrenen Lektor:innen Ihren Text gewissenhaft durch, prüfen markierte Textstellen, formulieren diese ggf. um und ergänzen fehlende Quellenverweise und Quellenangaben.

Ghostwriting
Interpretation des Prüfberichts

Das Ergebnis der Plagiatsprüfung: der Prüfbericht

Unsere Kund:innen finden hier Hinweise zur Interpretation Ihres auftragsbezogenen Plagiatprüfberichts.

Wenn Sie das erste Mal eine Plagiatsprüfung online haben durchführen lassen, kann der Prüfbericht mit dem Ergebnis der Plagiatsprüfung zunächst etwas unübersichtlich wirken. Um Ihnen eine Orientierung zu geben, zeigen wir Ihnen nachfolgend, wie der Prüfbericht aufgebaut und zu interpretieren ist.
Der Prüfbericht schlüsselt die Ergebnisse der Plagiatsprüfung in drei Ebenen mit unterschiedlicher Detailgenauigkeit auf.

Die Zusammenfassung:

Die gröbste Darstellung stellt das am Anfang des Berichts zu findende Plagiatslevel dar. Dieses gibt an, wie hoch der Anteil der in anderen Quellen auftretenden Textpassagen am Gesamttext ist. Liegt der Wert unter fünf Prozent, besteht in der Regel kein Grund zur Sorge. der Scan schlägt bereits an, wenn drei aufeinanderfolgende Wörter übereinstimmen. Dabei versucht der Algorithmus, gängige Wortkombinationen zu ignorieren. Es dürfte beispielsweise wenige Arbeiten geben, in denen die Phrase „zu beachten ist“ nirgends vorkommt. Die meisten dieser unverfänglichen Wortkombinationen werden bei der Berechnung des Plagiatslevels ignoriert, aber einzelne zufällig identische Wortkombinationen können irrtümlich als Plagiat gewertet werden. Ein Level von null Prozent ist daher praktisch nicht erreichbar.

Die Quellenliste:

Hier führt der Report alle Onlinequellen auf, in denen Übereinstimmungen gefunden wurden. Die Liste mag in manchen Fällen auf den ersten Blick erschreckend lang aussehen, was aber nicht zwingend negativ sein muss. Die Software unterscheidet nämlich nicht zwischen Zitaten und Plagiaten. Der Anwender muss selbst prüfen, ob eine übernommene Textpassage korrekt als Zitat gekennzeichnet wurde. Gewisse Zitate wurden bereits vielfach von der Originalquelle übernommen, weswegen die Liste der vermeintlich plagiierten Quellen sehr lang sein kann. Beispielsweise dürfte das Zitat „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“ tausendfach zitiert worden sein und dementsprechend viele Treffer liefern.

Die Detailanalyse:

Hier werden alle potenziellen Plagiate im Text farblich hervorgehoben. Das ermöglicht eine genaue Überprüfung, ob es sich bei der betreffenden Stelle tatsächlich um ein Plagiat handelt oder um ein nicht zu beanstandendes Zitat. Die rot gekennzeichneten Stellen können dann als bedenklich eingestuft werden, wenn sie keine Quellenangabe enthalten und nicht als direkte Zitate gekennzeichnet sind. Die grün markierten Stellen deuten auf direkte Zitate hin. Diese erscheinen auch dann, wenn sie korrekt als direkte Zitate gekennzeichnet und mit einer Quelle belegt wurden. Das bedeutet lediglich, dass dieses Zitat in einer Onlinequelle verfügbar ist. Die blauen Markierungen im Text verweisen auf Stellen, die Sie korrekt umgeschrieben haben, die jedoch mit einer Quelle belegt werden sollten, da sie trotz korrekter Paraphrasierung noch dem Original zuordenbar sind.

Allgemeine Hinweise:

Eine vollständige Sicherheit, dass keine im Text aufscheinende Passage auch irgendwo anders auftaucht, gibt es nicht. Jede Plagiatsprüfsoftware muss eine Auswahl der zu untersuchenden Quellen treffen, denn ein Volltextvergleich mit allen im Web verfügbaren Texten ist schlicht unmöglich. Der Scan nutzt dazu das gleiche Verfahren wie Suchmaschinen, grenzt die Auswahl also auf thematisch verwandte Texte ein. Dabei können theoretisch einige Dokumente übersehen werden, auch Suchmaschinen schaffen keine Trefferquote von 100 Prozent. Zusätzlich greift die Software auf elektronische Archive zu, die ebenfalls einer thematischen Vorauswahl unterzogen werden. Der Report enthält eine Auflistung der analysierten Quellen. Zudem ist zu beachten, dass nur der Text einer Arbeit analysiert wird – übernommene Tabellen oder Grafiken werden nicht erkannt.