Formatierungsregeln für die Masterarbeit

Wie formatieren Sie eine Masterarbeit bzw. Master-Thesis richtig?

Warum ist die Formatierung der Masterarbeit so wichtig?

Kümmern Sie sich vor dem Beginn des Schreibens um die Formatierung! Abhängig von den Formatierungsregeln der Masterarbeit kann die Formatierung einen wesentlichen Einfluss auf den Seitenumfang haben, sodass eine nachträgliche Formatierung zu einem zu hohen oder zu geringen Seitenumfang führen kann. Die Nacharbeiten sind dann wesentlich anstrengender.

Galt es lange, dass die Formatierung der Masterarbeit nur das Tüpfelchen auf dem i darstellt, geht diese mittlerweile mit bis zu 30 Prozent mit in die Endnote ein. Die Relevanz eingehaltener Formatierungsregeln ist damit signifikant gestiegen und stellt ein wichtiges Element einer erfolgreichen und damit auch gut benoteten Masterarbeit dar. Nicht jede Masterarbeit wird jedoch auf Basis derselben Formatierungsregeln geschrieben. Durch die gestiegene Relevanz der Einhaltung von Formatierungsregeln sollten entsprechende Guidelines gründlich gelesen und umgesetzt werden, um ein positives Ergebnis zu erzielen. Hierfür bietet sich ggf. auch das Arbeiten mit einer bereits vorgefertigten Formatvorlage an.

Die Formatierung kann hierbei je nach Formatierungsregeln für die Masterarbeit – und natürlich auch abhängig vom Knowhow des Nutzers – 30 bis 60 Minuten Arbeitszeit beanspruchen. Am einfachsten gestaltet sich die Formatierung dann, wenn die einzelnen Elemente nicht per Hand formatiert, sondern die Formatvorlagen von Microsoft Word genutzt werden. Diese erlauben nicht nur ein automatisches Erstellen aller Verzeichnisse im Anschluss, sondern gestatten es ebenfalls, einzelne Elemente im Falle von Änderungsbedarf automatisch zu aktualisieren.

Was muss bei der Formatierung einer Masterarbeit beachtet werden?

Wichtig ist, dass Sie sich strikt an die formalen Vorgaben halten, sofern diese nicht von den individuellen Wünschen Ihrer Betreuungsperson für die Masterarbeit abweichen. Die betreuende Professorin bzw. der betreuende Professor hat in den meisten Fällen das letzte Wort, im Zweifelsfall sollten Sie hier also Rücksprache halten, wenn Sie vorhaben, von etwaigen Formatierungsregeln für die Masterarbeit abzuweichen.

Übersicht

Top-3-Checkliste zur Formatierung einer Masterthesis

  1. Prüfen Sie die Formatierungsregeln Ihrer Hochschule bzw. Ihres Fachbereiches
    Gibt es Formatierungsregeln für die Masterarbeit?
    Entsprechen diese den Vorgaben, die Sie von Ihrer Betreuungsperson erhalten haben?
  2. Sprechen Sie mit Ihrer Betreuungsperson über die Formatierungsregeln der Masterarbeit
    Stimmen die Angaben der Professorin bzw. des Professors mit den vorliegenden Formatvorgaben überein?
    Gibt es Sonderwünsche, die Sie bei der Erstellung berücksichtigen sollen?
  3. Halten Sie sich an die Vorgaben, fügen Sie aber nichts hinzu
    Der Leerraum eines Blattes ist Ihr Freund – leere Flächen sorgen dafür, dass die Masterarbeit sauber und aufgeräumt wirkt, übertreiben Sie es also nicht mit individuellen Formatierungsmöglichkeiten.
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Da die Formatierung ohnehin gemacht werden muss, empfiehlt es sich, sie schon zu Beginn des Arbeitsprozesses gründlich umzusetzen, sodass Sie diese nicht auf den letzten Drücker erledigen müssen und von etwaigen Schwierigkeiten aufgehalten werden. Eine erste Priorität im Zeitplan für die Masterarbeit sollte daher die korrekte und gründliche Formatierung sein.

Schriftgrad, Schrifttypen, Zeilenabstand und Überschriften

Grundsätzlich gilt natürlich, dass jeder Masterarbeit andere Formatierungsregeln zugrunde liegen. Weder innerhalb Deutschlands noch der DACH-Region – geschweige denn international – haben sich bisher standardisierte Formatierungsregeln durchgesetzt, sodass die folgenden Ausführungen ggf. von den eigenen Vorgaben abweichen können. Die Umsetzung der Formatierungsregeln ist jedoch technisch immer gleich gelöst, sodass eine Orientierung an den folgenden Ausführungen zielführend ist.

In den meisten Fällen wird ein Schriftgrad von 12 Punkten für Serifenschriften (bspw. Times New Roman) bzw. von 11 Punkten für serifenlose Schriften (bspw. Arial) bei einem Zeilenabstand von 1,5 Punkten vorgegeben. Von Times New Roman oder Arial wird hierbei als Vorgabe nur selten abgewichen. Die betreffenden Einstellungen können über die Formatvorgabe Standard, die bei Word hinterlegt ist, vorgenommen werden. Hier finden Sie neben den Einstellungen zu Schriftgrad, Schrifttyp und Zeilenabstand auch andere Einstellungsmöglichkeiten wie bspw. den Absatzabstand. Wichtige Einstellungen zur Formatierung Ihrer Masterarbeit sind:

  • Einstellen der Schriftart und Schriftgrad über die Formatvorlage Standard, bevorzugt Arial in Schriftgrad 11 oder Times New Roman in Schriftgrad 12
  • Einstellen des Zeilenabstandes über die Formatvorlage Standard, bevorzugt 1,5 Punkte, sofern es sich nicht um Fussnoten mit einfachem Zeilenabstand handelt
  • ggf. Einstellen des Absatzabstandes über die Formatvorlage Standard, bevorzugt 6 Punkte nach einem Absatz, um die Lesbarkeit zu optimieren

Auch die Einstellung der Überschriftenformatierung erfolgt über die Formatvorlagen. Hier bietet Word einzelne Vorlagentypen für die verschiedenen Überschriftenebenen an. Wichtig ist nicht nur die Formatierung, sondern auch der eigentliche Sinn der Überschriften spielt eine Rolle, denn diese strukturieren Ihren Text und helfen Lesenden dabei, Ihre Gedanken nachzuvollziehen.

Formatierungsregeln für die Zitation

Als Daumenregel gilt, dass bspw. der Schriftgrad für eingerückte, direkte Zitate – sogenannte Blockzitate – um zwei Punkte herabgesetzt wird. Wenn Sie also in Arial Schriftgrad 12 schreiben, sollte der Text von Blockzitaten in Schriftgrad 10 gesetzt werden. Schreiben Sie in Times New Roman Schriftgrad 11, sollte der Text von Blockzitaten in Schriftgrad 9 gesetzt werden.

Hinweis

Blockzitate sollen ins Auge fallen und stellen Aussagen aus der untersuchten Literatur dar, die besonders wichtig für Ihre Masterarbeit sind. Hierbei handelt es sich dementsprechend meistens um Definitionen, aber auch um Aussagen, die von Ihnen angestellte Überlegungen zusätzlich validieren.

Zur Hervorhebung erfolgt weiterhin eine Einrückung, und zwar entweder um einen Zentimeter auf der linken Seite oder um je einen Zentimeter auf der linken und der rechten Seite. Manchmal wird der Zeilenabstand von 1,5 Punkten auf einen einfachen Zeilenabstand verringert, manchmal werden jedoch auch die 1,5 Punkte beibehalten. Ebenfalls uneinheitlich wird die Verwendung von Anführungszeichen gestaltet: Häufig werden diese aufgrund der Hervorhebung weggelassen, manchmal jedoch auch beibehalten.

 

Blocksatz oder Flattersatz?

Der Unterschied zwischen dem Blocksatz und dem Flattersatz besteht darin, dass das Schriftbild beim Blocksatz auf beiden Seiten bündig ist, während es beim Flattersatz lediglich auf der linken Seite bündig ist. Während Sie beim Blocksatz darauf achten sollten, nicht nur die automatische Silbentrennung einzuschalten, sondern diese auch noch einmal händisch zu prüfen, kann darauf beim Flattersatz verzichtet werden, da Word bzw. auch andere Textverarbeitungsprogramme die Zeile automatisch umbrechen, wenn das Wort nicht mehr in Gänze in die Zeile passt.

Tipps und Tricks zum Mogeln

Oberste Priorität hat es, die Formatierungsregeln Ihrer Masterarbeit einzuhalten, trotzdem gibt es kleine Tricks, mit denen Sie den Text Ihrer Masterarbeit um ein bis zwei Seiten ‚strecken‘ können, ohne dass es Ihrem Dozenten auffällt (das gilt natürlich nur, wenn die Unter- bzw. Obergrenze in Seiten und nicht in Wörtern oder gar Zeichen angegeben wird):

  • Verwenden Sie einen Absatzabstand im Text
    Viele Formatierungsregeln für Masterarbeiten umfassen keine Vorgaben zum Absatzabstand. Ein Absatzabstand von 6 Punkten verleiht Ihrem Text mehr Struktur, entzerrt das Schriftbild und sorgt für ein angenehmeres Lesen – er schenkt Ihnen vor allem aber auch einige Seiten mehr, die Sie dann weniger schreiben müssen.
    Sollte ein Absatzabstand in den Formatierungsregeln festgelegt sein, kann es sich anbieten, diesen um ein bis zwei Punkte zu erhöhen, da dies beim Lesen kaum auffällt, Sie den Text aber trotzdem weiter gestreckt bekommen. Wenn Sie die Masterarbeit (auch) als Word-Datei einreichen müssen, sollten Sie darauf natürlich verzichten.
  • Verwenden Sie einen Absatzabstand bei Überschriften
    Auch hierzu finden sich selten Vorgaben in den Formatierungsregeln für Masterarbeiten und gerade nach den Überschriften bietet sich ein Absatzabstand von bspw. 12 Punkten an, um einen angenehmen Abstand zum folgenden Text zu schaffen.
  • Verzichten Sie auf die Silbentrennung
    Zwar ist es so, dass die Silbentrennung für einen angenehmeren Zeilenumbruch sorgt und unnötige Zwischenräume zwischen Wörtern vermeidet, sie sorgt aber auch dafür, dass der Text sich auf weniger Seiten erstreckt. Verzichten Sie auf die Silbentrennung, um einige Seiten Text zu gewinnen.
  • Setzen Sie Fussnoten
    Sollten die Formatierungsregeln für Ihre Masterarbeit keine Vorgaben zur Zitationsart machen, bieten sich Fussnoten an, um den Seitenumfang zu erhöhen, denn diese nehmen am Seitenende ihren Platz ein und strecken das Schriftbild.
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