Die qualitative Forschung lebt von der Analyse von bereits existierendem oder durch Sie selbst erhobenem Material. Je nach Forschungsvorhaben kommt dabei eine Menge an Material zusammen, das sich ohne Struktur und System nicht mehr sinnvoll auswerten lässt. Dies gilt insbesondere für die oft sehr umfangreiche Form des Interviews mit Expert:innen. Eine MAXQDA-Auswertung hilft Ihnen, sich nicht in Ihrer Datenbasis zu verlaufen.

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Hilfe bei der qualitativen Auswertung

Wofür benötigen Sie eine MAXQDA-Auswertung?

Wenn Sie schon einmal eine empirische Arbeit geschrieben haben, ist Ihnen die Herausforderung bekannt: Nach der Erhebung der Daten, beispielsweise also nach dem Führen von Interviews mit Expert:innen, sitzen Sie vor einer Menge an Material, das Ihre Forschung sicher weiterbringen kann (sonst hätten Sie es ja nicht erhoben), aber völlig unstrukturiert und chaotisch vor Ihnen liegt. Während quantitative Forschung sich über Verfahren der statistischen Auswertung recht schnell in übersichtliche Häppchen in Form von Zahlen portionieren lässt, sieht die Situation bei quantitativer Forschung anders aus. So werden beispielsweise bei der Forschung über Interviews mit Expert:innen zwar deutlich weniger Personen befragt als bei einer quantitativen Forschung, die auf eine möglichst umfangreiche Stichprobe zur Erreichung bestmöglicher Repräsentativität zielt – aber bei der Datenerhebung entsteht eben auch deutlich mehr Material. Pro Interview kommen so leicht mehrere Seiten Interviewtext zustande, den es für Ihre Forschungsarbeit zu prüfen und auszuwerten gilt, damit die gewonnenen Erkenntnisse in Ihrer Diskussion berücksichtigt werden können. Wie also kann MAXQDA Ihnen dabei helfen?

Benennen Sie die Dateien der Interviews direkt so, wie Sie später auch die Expert:innen im Rahmen der Auswertung nennen möchten

Wie funktioniert eine MAXQDA-Auswertung?

Ganz nach dem Motto ‚Man muss es erlebt haben‘ können wir Ihnen natürlich hier keine vollständige Einführung in das Vorgehen bei einer MAXQDA-Auswertung bieten. Wir wagen jedoch mit Ihnen einen kleinen Einblick in die Nutzung der MAXQDA-Software zur Auswertung von Interviews mit Expert:innen. Folgen Sie uns Schritt für Schritt vom Datenchaos bis zur Interpretation:

Benennen Sie die Dateien der Interviews direkt so, wie Sie später auch die Expert:innen im Rahmen der Auswertung nennen möchten, beispielsweise also E_1, E_2 und so weiter. So vermeiden Sie Schwierigkeiten bei der Zuordnung und können strukturiert von den codierten Elementen ausgehend in das Schreiben der Auswertung übergehen.

  1. Sie haben die Interviews mit den Expert:innen für Ihre Fragestellung durchgeführt und transkribiert. Nachdem Sie bei MAXQDA ein neues Projekt für die zu schreibende Auswertung erstellt haben, können Sie die transkribierten Interviews jeweils als einzelne Datei in die MAXQDA-Software importieren.
  2. Aus der intensiven Durchsicht des Interviewmaterials ergeben sich Ihre Haupt- und Unterkategorien, an denen entlang Sie das Textmaterial nun bearbeiten. Die Liste der Codes bildet einen Strukturbaum, wie Sie Ihn beispielsweise aus der Dateiverwaltung an Ihrem Rechner kennen. Per Drag-and-Drop oder mit wenigen Klicks können Sie nun zu passenden Textabschnitten den jeweiligen Code zuordnen.

Ein Beispiel

Eine Expertin sagt aus, dass die Corona-Pandemie bei vielen Studierenden zu mehr Organisation beim Lernen im Homeoffice geführt hat. Dies könnten Sie in die Hauptkategorie ‚Auswirkungen der Corona-Pandemie‘, die Unterkategorie ‚Auswirkungen auf Studierende‘ und die wiederum untergeordnete Kategorie ‚Positive Auswirkungen‘ verschieben.

Die Festlegung der Haupt- und Unterkategorien ist hier natürlich nur ein Beispiel und muss in der Praxis sinnvoll an Ihre Fragestellung angelehnt sein. Bei der Erstellung Ihres ganz persönlichen Strukturbaums zum Codieren helfen wir Ihnen gern.

  1. Diesem Vorgehen folgend arbeiten Sie sich durch alle Interviewtranskripte, die Sie in Ihr Forschungsprojekt einbeziehen möchten. Am Ende muss zwar nicht jede Zeile eines jeden Interviews einem Code zugeordnet sein, es sollte jedoch keine wichtige Aussage uncodiert bleiben.
  2. Nun geht es in die spannende Phase: die Auswertung. Ihr zuvor festgelegter Strukturbaum ist jetzt gut gefüllt; in jeder Kategorie sind die Aussagen gesammelt, die Sie vorher über die Codierung zugeordnet haben. Mit einem Klick auf die jeweilige Kategorie öffnet sich eine Liste mit allen Aussagen, die zu ebendieser gehören.
  3. Anhand dieser Liste sehen Sie nun ganz systematisch geordnet, wie sich all Ihre Expert:innen zur jeweiligen Kategorie positioniert haben – eine Übersicht, die Sie über das manuelle Durcharbeiten von Interviews unmöglich erarbeiten könnten. Die sorgfältige Durchsicht der Liste pro Kategorie erlaubt es Ihnen, den roten Faden herauszuarbeiten, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Argumentationsführung Ihrer Expert:innen zu eruieren und mehrere Interviews ganz übersichtlich in eine kategorienbasierte, schriftliche Auswertung zu überführen.

Diese einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung lässt sich für jeden Anwendungsfall modifizieren, aber das Grundprinzip ist immer gleich: Mit der MAXQDA-Software gelingt es Ihnen, von einem völlig unüberschaubaren Haufen an Interviewaussagen zu einer strukturierten Auswertung zu gelangen, die Sie dann diskutieren und zur Beantwortung Ihrer Forschungsfrage nutzen können – und das ganz ohne Ihren Drucker, Ihre Textmarker-Sammlung und vor allem, ohne Ihre Nerven zu sehr zu beanspruchen.

Häufig gestellte Fragen zu MAXQDA

Benötige ich lange, um mich in die Software einzuarbeiten?

Nein, für die meisten Anwendungsfälle müssen Sie sich nicht umständlich in die MAXQDA-Software einarbeiten. MAXQDA ist sehr intuitiv aufgebaut; für komplexere Anwendungen gibt es fundierte Tutorials. Und wenn es doch mal hakt, gibt es ja auch noch uns!

Ich studiere etwas Naturwissenschaftliches – ist MAXQDA etwas für mich?

Ja! Zwar ist unser Beispiel aus den Geistes- und Sozialwissenschaften gewählt, aber MAXQDA kann Ihnen auch in naturwissenschaftlichen Studiengängen dabei helfen, Messdaten strukturiert und systematisch auszuwerten, Beobachtungen in Fotos von Exkursionen zu sammeln und vieles mehr.

Ich bin Studienanfänger:in – ist MAXQDA bereits etwas für mich?

Üblicherweise ist es für Studienanfänger:innen noch nicht notwendig, sich in Programme wie MAXQDA einzuarbeiten. Aber schaden kann es nicht! Wenn Sie bereits als Studienanfänger:in bei einfacheren Projekten sattelfest im Umgang mit MAXQDA werden, gelingt die Anwendung später auch bei komplexeren Aufgaben.

Was kostet die MAXQDA-Software?

Der Anbieter der MAXQDA-Software hat verschiedene Zahlungsmodelle von der kostenlosen Testversion bis zu umfangreichen Profipaketen. Die meisten Universitäten stellen einen kostenlosen Zugang zur Verfügung, für die meisten Anwendungen genügt die günstige Standardversion.

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